Fischzucht statt Raubbau – Vietnam setzt auf Ökofisch
Erstellt von dumduku am Donnerstag 7. August 2008
Fischzucht statt Raubbau – Vietnam setzt auf Ökofisch
Über 3.000 Kilometer erstreckt sich die Küste Vietnams am südchinesischen Meer. Fast alle Bewohner leben hier vom Fischfang, seit Generationen hat das Meer sie ernährt. Doch das ökologische Gleichgewicht ist aus den Fugen geraten. Die Fischer müssten immer weiter rausfahren, um ihre Netze zu füllen. Doch ihre Boote halten das oft stürmische Wetter nicht aus. Mehr als 900 vietnamesische Fischer sind im vergangenen Jahr nicht von ihrer Fahrt zurückgekehrt. In 50 Jahren, so die Horrormeldungen mancher Wissenschaftler, seien die Ozeane tot, leergefischt vom Menschen. So genannte “Aquakulturen” sollen helfen, die massenhafte Ausrottung der Fische zu verhindern. Jungfische werden dafür in eigens angelegten “Farmen” gezüchtet, um sie später, wenn sie ihre Schlachtreife erlangt haben, zu “ernten”. Bei diesen Zuchtfarmen gibt es gewaltige Unterschiede, denn wie in der Landwirtschaft auch, kommt es darauf an, ob Tiere artgerecht gehalten werden oder ob man mit Medikamenten nachhilft. Die Dokumentation hat zwei vietnamesische Fischer bei ihrer täglichen und oft vergeblichen Arbeit auf dem Meer begleitet und macht sich ein Bild davon, wie der Mensch den Bestand an Seefischen schonen möchte.
