Geräte- und Köderbox – Einkaufsberater
Erstellt von dumduku am Mittwoch 20. Februar 2008
Beim Angeln kommt es manchmal auf jede Sekunde an, unübersichtliche und sperrige Geräte- oder Köderboxen kosten dann viel Zeit und Nerven. Möchte hier mal ein paar Tipps geben, worauf man beim Kauf achten sollte und welche Boxen wirklich ihr Geld wert sind.
Trotz ausgeklügelter Patente und pfiffiger Platzwunder, kaufen sich noch viele Angler ihren Geräte- oder Köderkoffer im Baumarkt um die Ecke. Dabei wird auf viele sinnvolle Extras verzichtet, die bei vielen Angelkästen Standard sind. Speziell im Zeitalter von Gummifisch und Wackelschwanz kann sich der Angler den Weg zum nächsten Baumarkt sparen. Denn die aggressiven Weichmacher lassen selbst von einem tollen Werkzeugkasten außer Schrauben nicht mehr viel übrig.

Doch wie und woran erkennt man nun einem Gerätekasten, der sich für Weichköder eignet? Ganz einfach: Twister resistente Köderboxen sind stets flexibel und lange nicht so knochenhart wie die meisten Schraubenkästen aus dem Baumarkt. Der feine Unterscheid liegt im Detail – besser gesagt im PVC. Man muss nicht erst drei Semester Chemie studiert haben, um die richtige Box zu finden. Schon mit einem kleinen Trick trennen man rasch die Spreu vom Weizen. Das geht am einfachsten, indem man vorsichtig die Fächer der Box biegt und die Reaktion des Kunststoffes beobachtet. Lassen sich die einzelnen Teile leicht bewegen und zeigen die Schweißnähte keine weißen Stellen, dann verträgt sich die Box mit Gummifisch & Co. Denn je härter und unflexibler der Kunststoff ist, desto weniger Weichmacher enthält der Kasten – umso anfälliger ist er für alles, was nur nach einem Twister aussieht.
Schieberei und runde Ecken
Heute ist fast jede zweite Angelbox mit herausnehmbaren Unterteilungen ausgestattet. Solche Trennwände sind ideal für individuelle Fächergestaltung. Je nach Wunsch können die Einschübe verteilt werden. Bei einigen Modellen gleiten diese Wände nicht mehr auf festen Schienen, sondern können stufenlos an einer Zahnreihe festgeklemmt werden.

Eine gute Nachricht für alle Kunstköderfans: Vorbei sind die Zeiten, in denen man stundenlang versuchte, einen Spinner aus einem Knäuel Ködern herauszupicken. Meistens waren blutige Finger der bittere Lohn. Übergroße Trennwände mit vielen Einkerbungen ermöglichen einen platz sparenden und vor allem sicheren Transport der kostbaren Lieblinge.

Der absolute Hit der letzten Jahre sind Kleinteil-Boxen mit runden Ecken. Dieses Mal haben sich pfiffige Leute Gedanken gemacht: Wie kriegt man z.B. Miniwirbel, Stopperperlen oder winzige Häkchen aus den Fächern? Die runde Ecke macht es möglich. Selbst glatte Glasperlen lassen sich so ohne lange Fummelei mühelos entnehmen.

Und diese kleinen Zubehörboxen bringen nicht nur Ordnung in den Angelschrank, sondern belasten auch nicht den Geldbeutel.
