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Archiv für die 'Angeltechniken' Kategorie

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Spinnfischen ist „IN“

Erstellt von dumduku am 23. Juni 2008

Man sollte den Begriff „Spinnfischen nicht so eng sehen. Denn das Verb „spinnen“ hat bei der Angelei natürlich nichts mit dem landläufig bekannten Aufschneider zu tun, den man gerne als „Spinner“ bezeichnet, sondern es hat seinen Ursprung in der englischen Sprache. Dort bedeutet das Wort „spin“ u.a. auch drehen. Allgemein versteht man heute unter Spinnfischen jegliche Benutzung von Kunstködern zum Raubfischfang.

Früher bewegten sich unsere Raubfischköder völlig selbständig, während der Angler derweil in Ruhe sein Pfeifchen schmauchte oder zur Freude der Mitangler, lautstark die Sportnachrichten im mitgebrachten Radio hörte.

Heute muss man sich schon selbst bewegen um den Kunstköder im Wasser entsprechende Bewegungen machen zu lassen. Aber nicht nur die Bewegung alleine ist wichtig, sondern es soll auch noch möglichst naturgetreu ein Beutefisch der Räuber imitiert werden. Und da fängt die Schwierigkeit schon an, denn kein Angler war je zuvor ein Fisch und kennt daher auch nicht die Kriterien, nach denen ein Raubfisch seine Beute auswählt.

Die Unsicherheit beginnt meistens schon im Laden des Gerätehändlers. Da kann es bei der Vielzahl der Angebote durchaus vorkommen, dass die Neuerwerbung wegen ihrer Farbenpracht eigentlich mehr Ähnlichkeit mit einem Papagei als mit einem Raubfischköder hat. Die bei uns heimischen Fischarten, die als Beute für den Raubfisch in Frage kommen, sind wegen ihrer eintönigen Farbgebung nur selten als Aquariumfische gefragt. Deshalb sollte man diesen Aspekt auch bei der Auswahl der Kunstköder nicht aus dem Auge verlieren. Dunkler Rücken mit heller bauchseite ist in Gewässern mit großen Rotaugenbeständen immer irgendwelchen Phantasiefarben vorzuziehen. Überwiegen hingegen die barschartigen Fische im Gewässer, sind dunkelgrüne Farbgebungen des Köders beim Hechtfang durchaus angebracht.

Eine schwänzelnde, rotleuchtende Schwanzflosse ist bei jedem Kunstköder sinnvoll, weil die wedelnde rote Schwanzflosse vieler Beutefische den Raubfisch oft zum „Ansprung“ animiert. Daher ist ein kleiner roter Twisterschwanz am Enddrilling meistens fängiger als eines der üblichen roten Plastikdreiecke. Da viele Raubfische auch über eine gute Nase verfügen, wie viele Fänge an Wurm- oder Fetzenködern zeigen, kann man an den Endhaken des Kunstköders kleine Stücke der eben genannten Köder anbringen. Besonders beim Spinnen auf Barsche und Zander hat sich diese Methode bewährt.

Ein Stahlvorfach beim Hechtfang oder besser noch ein Kevlarvorfach beim Spinnen auf andere Raubfische sollte eigentlich zur zwingenden Notwendigkeit jedes Raubfischanglers gehören. Irgendwann verliert nämlich auch der größte Meister einmal einen Fisch, auch wenn er vorher schon hunderte von Fischen problemlos landen konnte.

Über Rute und Rolle muss man nicht sehr viele Worte verlieren. Universell einsetzbar sind jedenfalls Ruten mit einem Wurfgewicht von 10-40 oder 20-60 Gramm. Damit wirft sich der kleine Barsch- oder Forellenspinner genauso gut wie der schwere Hechtblinker. Und wenn die Rolle nicht so eone kleine miniausführung ist, sondern eine Spule mit großem Durchmesser besitzt, dann gibt es auch nur selten die gefürchtete „Perückenbildung“.

Bleibt noch die Frage nach der richtigen Schnur und ihrer Stärke. Da heißt es, einen Kompromiss zu finden zwischen möglichen Hindernissen im Gewässer, guten Wurfeigenschaften und der Reizfestigkeit der Schnur, wenn ein „Großer“ den Köder genommen hat. Will man also nicht so zu viel riskieren, bleibt als Mindeststärke für die Schnur nur eine 0,30er übrig. In reinen Salmonidengewässern ohne Hechtbestand kann man sicher auch unter dem genannten Wert bleiben. Ob nun monofile oder geflochtene Schnur verwendet wird, liegt ganz allein beim Angler. Obwohl sich bei den echten Spinnanglern die geflochtene Schnur durchgesetzt hat. Zu diesem Thema werde ich in Zukunft auch noch einen Beitrag schreiben.

Lösezange, Messer, Totschläger, Maßband, gepolsterter Rachensperrer und Kescher oder Grippzange sind heute an vielen Gewässern vorgeschrieben. Aber auch dort, wo es solche Vorschriften nicht gibt, wird man die genannten Dinge der Kreatur zuliebe mitführen. Viele Angler verzichten darüber hinaus schon freiwillig auf die Drillingshaken und ersetzen sie durch Einfachhaken. Schließlich werden beim Hochseeangeln weitaus größere Fische als unsere heimischen Hechte an Einfachhaken nicht nur geangelt, sondern auch sicher gelandet.

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Das knallrote Rapfenblei

Erstellt von dumduku am 1. Mai 2008

Es gibt Köder und Angelmethoden, die durch ihren einfachen Aufbau und ihre Fängigkeit zugleich nicht mehr zu überbieten sind. Meistens entstanden sie dort, wo die entsprechende Fischart besonders häufig vorkommt und sich die Fischer optimale Fangmöglichkeiten ausdachten. Es dauert dann immer eine gewisse Zeit bis Gastangler diese Fangmethoden entdecken, in den heimischen Gewässern ausprobieren, ebenfalls ausgezeichnet fangen und somit voll überzeugt sind.

Ebenso ist es mit dem Rapfenblei. Es stammt eigentlich aus Ungarn, wo man Rapfen von über 5 Kg fängt, die Rekordlänge liegen weit höher als bei uns in den deutschen Gewässern. Und dies alles nur mit einem farbigen Stück Blei, das sogar noch optimale Wurfeigenschaften besitzt, denn nichts kann sich verhängen, punktgenau kann man damit das Ziel anwerfen und dir größten Wurfweiten erreichen. Ein „Spinnköder“, der äußerst billig und zugleich besonders fängig ist.

In Süddeutschland wird der Rapfen auch Schied genannt und so mancher kann mit dem Rapfenblei dort nichts anfangen, aber dem Schied ist das egal, er beißt auf dieses bunte Blei. Ideale Gewässer mit guten Erfolgen wären Flüsse und Seen, da sind Fische von 3 Kg keine Ausnahme.

Eine gute Ausrüstung für das Rapfenblei-Angeln wäre eine mittlere bis lange Spinnrute, das Wurfgewicht sollte dem Gewicht des Rapfenbleies entsprechen, also um die 20g. Als Rolle empfiehlt sich eine mit hoher Übersetzung (4:1), damit man den Köder schnell führen kann. Die Schnurstärke sollte um die 0,25mm liegen, da der Rapfen bekanntlich sehr scheu ist. Ein Stahlvorfach ist nicht nötig, da diese Fischart keine Zähne im Maul hat, sondern nur Schlundzähne.

Der Köder ist natürlich ein etwa 30mm langes Rapfenblei, das in Größe, Gewicht und Form unterschiedlich sein kann, aber immer knallrot sein sollte. Bei dieser Technike ist es wichtig, schnell einzuholen. Man täuscht damit nicht den kranken oder schwachen Fisch vor, sondern einen, der flüchtet und darauf reagiert der schnelle Räuber Rapfen. Wer ihn je bei seinen Raubzügen beobachtet hat, weiß, wie er immer wieder in den Schwarm schießt und die flüchtenden Kleinfische raubt. Diesen Effekt erreicht man mit dem Rapfenblei, denn nach dem Bleikörper bildet sich eine durch wirbelnde längliche Luftblase, die durch ihren silbrigen Glanz, ein Fischchen vortäuscht.

Im See zieht der Rapfen dort umher, wo sich Kleinfische aufhalten und besonders günstig sind die Fangaussichten, wenn er raubt. Hier wirft man immer wieder die Stelle an und zieht das Rapfenblei durch die flüchtenden Kleinfische.

Im Fluss muss man ihn eher hinter dem Wehr aufsuchen sowie in der oberen Wasserschicht. Der Biss erfolgt in der Regel schnell und hart, selten gibt es Fehlbisse, denn der Drilling liegt frei. Obwohl größere Rapfen Einzelgänger sind, rauben sie gelegentlich gemeinsam in den Kleinfischschwärmen und veranstalten die reinste Treibjagd. Für alle Situationen ist man mit dem Rapfenblei bestens ausgerüstet, denn mit keinem Blinker oder Köderfisch auf System kann man so weit werfen, so schnell den Köder führen und muss nichts erneuern.

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Oberflächenangeln auf Hecht mit Wasserkugel

Erstellt von dumduku am 13. April 2008

Der Hochsommer gilt unter Hechtspezis als schlechteste Fangzeit für kapitale Exemplare. Das ist schon komisch: Während alle anderen Fische fressen, was das Zeug hält, sich lieben und vermehren – die Seen und Flüsse geradezu brodeln vor Leben, da soll ausgerechnet der Hecht untätig am Grund herumlungern?

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So ist das natürlich nicht, auch der Hecht ist überaus mobil und aufgekratzt, schnappt nach allem was ihm vor das große Schnabelmaul schwimmt. Die nachlassenden Fangerfolge haben eine ganz andere und einfachere Ursache: Es sind die Unterwasserpflanzen die schuld sind, diese überwuchern der Massen die Hechtreviere mit Kraut, das die herkömmlichen Fangtechniken total versagen bis auf ein paar Ausnahmen.

Einfach mit brachialer Gewalt einen Spinner durch den Unterwasser-Dschungel zu zerren, bringt vielleicht hin und wieder Erfolg – dafür aber viel regelmäßiger Frust und Tobsuchtsanfälle, wenn ganze Kilobatzen Grünfutter am Blech hängen oder das teure Stück unwiderruflich in die Ewigen Jagdgründe verschwunden ist.

Um an diese kapitalen Hechte ranzukommen die sich im dicken Kraut verstecken, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Wir müssen es also grundsätzlich anders versuchen, da wir den Grund nicht erreichen und im Mittelwasser hat es auch wenig Sinn, denn meistens reicht das Kraut bis dicht unter die Oberfläche.

Aha, Oberfläche, das war das Schlagwort. Dies ist doch eigentlich der Tummelplatz des Fliegenfischers. Die Alternative zum flach geführten Schwimmwobbler sind Streamer und Bucktail-Fliegen. Streamer sind eigentlich nichts weiter als sehr große Fliegen, die als Fisch-Imitation angeboten werden. Auch Bucktails gelten in der Mehrzahl als Fisch-Nachahmung, sind aber etwas anders geformt. Bucktail heißt frei übersetzt „Hirschschwanz“ und bezeichnet konkret bestimmt Schwanzhaare des Weißwedel- oder Schwarzwedel-Hirsches. Diese verschiedenen Köderarten sind wirklich sehr gute und fängige Hechtköder.

Man benötigt für die Köderarten keineswegs Kenntnisse und Fertigkeiten im Fliegenfischen und unsere normale Spinnangel-Ausrüstung reicht vollkommen aus. Mit einer winzigen Ergänzung: Einer Wasserkugel! Diese wird zwei bis drei Meter über der Fliege fest eingeschlauft und dient ausschließlich dem Wurf. Die Köderführung behindert sie eher, aber eine im Wasser durchpflügende Wasserkugel erregt bestimmt die Aufmerksamkeit eines Hechtes in seinem unterstand. Es kommt dann oft genug vor, dass Meister Esox auch die Wasserkugel attackiert.

Mit der Wasserkugel-Montage angelt man folgendermaßen:
Zuerst wird mit kürzeren Würfen die nähere Umgebung abgesucht, um dort stehende Räuber nicht durch voreilige Weitwürfe und die damit verbundenen Geräusche und Bewegungen zu vergrämen. Danach erst geht es weiter raus. Allerdings ist von extremen Weitwürfen abzuraten – obwohl die Wasserkugel solche durchaus zulässt. Man darf nämlich nicht vergessen, dass es ein Unterscheid ist, die Fliege fünfzig Meter durch die Luft segeln zu lassen – oder einen gehakten Hecht über dieselbe Entfernung durch das dichte Kraut zu drillen.

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Die Bucktails laufen an der Oberfläche und werden ruckweise eingeholt und dies sollte in der Regel nicht zu langsam geschehen. Man muss nämlich bedenken, dass der Hecht den Köder zuerst über sein körpereigenes „Radar“, die Seitenlinie, wahrnimmt, denn durch das dichte, oft bis unter den Wasserspiegel reichende Kraut kann er nichts sehen – durchaus aber die Druckwellen spüren. Darüber hinaus gilt als erwiesen, dass Hechte die Linsen ihrer Augen erst nach der Wahrnehmung eines Reizes über das Seitenlinien-Organ vom Nahsehen auf Fernsicht umstellen. Der Köder muss also eine deutliche Heckwelle hinter sich herziehen, damit der Hecht ihn orten kann. Daher rühren wahrscheinlich auch die gelegentlichen Fehlbisse auf die Wasserkugel.

Die Streamer werden dicht unter dem Wasserspiegel geführt und wenn sie ab und zu einmal hinabtaumeln ist das nicht so tragisch.

Auch Schwimmwobbler sind ideale Köder für das Angeln direkt im Kraut. Der tote Köderfisch kann wie Bucktails und Streamer ebenfalls an der Wasserkugel präsentiert werden. Um die Hängergefahr zu verringern, verwendet man einen starken Einfachhaken, dessen Spitze unter der Haut verborgen wird – mit einer Ködernadel ist das kein Problem. Bei dieser Köderart muss der Anhieb sehr stark gesetzt werden, damit der Haken nicht in das Fleisch des Köders, anstatt ins Hechtmaul getrieben wird!

Sicherlich kann man sich vorstellen, wo mit den beschriebenen Methoden vorzugsweise geangelt wird. Natürlich im flachen Wasser: Gräben, Buchten, seichte Uferstellen.

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Barsche zocken mit Bleiködern

Erstellt von dumduku am 10. März 2008

Es sind wahre Fangmaschinen, diese Fischzocker bzw. Blattpilker aus Blech und Blei. Sie heißen u.a. Cicada, Schoolin George, Bullet Blade, Little George oder Fuzzy Duzzie – einfallsreiche Namen hinter denen sich mehr als nur eine Illusion verbirgt.

Dies sind wirklich harte Köder, an denen sich die Räuber die Zähne ausbeißen. Nicht nur Hecht und Zander stehen auf das verführerische Surren und Flattern dieser Bleiköder, sondern vor allem dicke Barsche haben sie zum fressen gern.

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Und da sind wir auch schon beim Thema:
Für einen eingefleischten Raubfischangler wie uns zerrt so eine monatelange Hecht- und Zanderschonzeit ganz schön an den Nerven. Und selbst das gezielte Friedfischangeln ist in dieser Zeit nicht sehr befriedigend. Aber was soll man in dieser Zeit machen: Nichts wie raus ans Wasser und fette Barsche fangen!

An fast allen Gewässern in Deutschland können diese feisten Räuber das ganze Jahr über beangelt werden – sind für viele Sportfischer mehr als nur eine willkommene und besonders schmackhafte Abwechslung. Aber aufgepasst, Barschangeln kann mit dem richtigen Köder zu einem wahren Rausch ausarten.

Die Methoden für den Barschfang sind so vielseitig wie ihr Streifenmuster. Und dennoch gibt es einige wenige Köder und Techniken, die fast überall unschlagbar sind – zum Beispiel das Pilken! Sehr erfolgreich ist nämlich die harte Tour mit Blattpilkern und kleinen fischähnlichen Bleizockern. Es muss nicht immer alles weich und glitschig sein, damit es Fische fängt. Ganz besonders Barsche mögen oft etwas Kräftiges zwischen den Kiemen und stehen voll auf Blech und Blei.

Das Geheimnis dieser Köder und ihres sensationellen Erfolgs liegt in den zuckenden Taumelbewegungen, die sie im Wasser erzeugen. Reizwellen, die von den Raubfischen schnell über große Distanzen hinweg geortet werden und ihnen das Signal zum fressen geben.

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Die wohl bekanntesten sind die schlanken fischähnlichen Pilker mit nur einem Drilling am Ende. Es sind Kunstköder, die aus einem einfachen Bleistab gegossen werden und wenig Widerstand bieten – also ideal für tiefe Gewässer. Um ihnen aber noch einen reizvolleren Lauf zu verpassen, sollte man sie ganz vorsichtig zu einer Banane biegen. So tanzen sie noch verführerischer!

Neben diesen sehr einfachen Bleiködern gibt es eine ganze Reihe von weiteren Kunstwerken mit toller Aktion, die komplizierter konstruiert sind. Gemeint sind Blattpilker und solche, die mit zusätzlichen Spinnerblatt garniert sind. Zu den wohl mit Abstand erfolgreichsten gehören die Blade Baits (Blattköder) und die Jigging Spinner (Pilkspinner). Beides sind schwere Bleiköder, die beim Zupfen Vibrationen im Wasser verursachen und so den Räuber magisch anziehen.

Dieses unverkennbare Surren der Schnur, das schon beim leichten Auf und Ab der Rutenspitze deutlich zu spüren ist, macht sie erst so unwiderstehlich. Die bekanntesten Bleizocker mit dem Blechsegel am Rücken sind Cicada, Heddon Sonar oder der Bullet Blade, während bei den Jigging Spinnern schon seit Jahren der Little George von Mann´s die Nummer Eins ist.

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Die Angeltechnik mit diesen Pilkern ist eigentlich ganz einfach. Man muss den Köder nur kontrolliert und an gespannter Schnur zu Boden lassen. Dabei bremst man die Hauptschnur mit dem Zeigefinger am Spulenrand ab. So geht man sicher, dass sich nichts verhakt oder überschlägt. Wenn der Köder am Grund angekommen ist schließt man den Rollenbügel und spult soviel Schnur auf, dass die Ruttenspitze eben die Wasseroberfläche berührt. Dann beginnt man mit den Pilkbewegungen – kurze kräftige Rucke aus dem Handgelenk, wobei der Köder alle zwei bis vier Mal auf den Boden treffen sollte. Es ist fang Entscheidend, dass der Kunstköder immer an gestraffter Leine geführt wird. Anderenfalls gibt es Verwicklungen und was viel schlimmer ist, vorsichtige Bisse werden nicht rechtzeitig erkannt.

Beim Pilken im Süßwasser ist es besonders wichtig, so leicht wie möglich zu fischen. Leichtes Pilken hat den großen Vorteil, dass man ein kleineres Ködermodell wählen kann, das zwar die gleichen Reize aussendet wie ein großes Modell, aber wesentlich weniger Widerstand beim Einsaugen bietet. Denn die meisten Fehlbisse gibt es, weil der Köder einfach viel zu schwer ist. Aus diesem Grund sollte man seine Rollen auch mit dünnen geflochtenen Schnüren bespulen. Mit ihnen kann man nicht nur leichtgewichtige Kunstköder erstklassig in großer Tiefe präsentieren, sondern auch durch die geringe Dehnung sitzt der Anhieb auch besser.

Egal , ob man diese Kunstköder gepilkt oder wie ein Blinker geführt werden, ich verspreche euch, hat man erst einmal eine bunte Cicade oder einen Little George auf tiefe fischige gebracht, gibt es Biss auf Biss!

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Tunken – Die etwas andere Köderpräsentation

Erstellt von dumduku am 22. Februar 2008

Die Hechte rauben gerne zwischen den Seerosen – wir stehen ratlos davor und müssen dem treiben einfach zuschauen. Aber wer das Risiko nicht scheut, kann mitten im Seerosenbeet schöne Hechte fangen.

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Jeder kennt es, immer wieder sieht man es, wie die Hechte zwischen dem Seerosenbeet rauben und sich die Bäuche voll. Nur nicht dort, wo man sie gezielt befischt hat. Schon unsere Großväter haben mit diesem Problem zu kämpfen gehabt – und es mit Bravour gelöst. Durch das Tunken, eine Methode, die heute kaum noch jemand kennt. Aber sehr effektiv ist um die Hechte an flachen Moor- und Schilfseen zu überlisten.

Das Tunken ist ganz einfach und funktioniert folgendermaßen:
Man montiert einen toten Köderfisch an zwei Drillingen mit Beschwerung im Maul ( siehe Zeichnung unten ). Man sollte auf jeden fall ein Stahlvorfach von ca. 70 bis 80 Zentimeter benutzen. Wichtig ist, dass das Stahlvorfach keine extra Ummantelung besitzt, nur dann ist es scharf genug und wirkt im Drill wie eine Sensenklinge. Der Hecht schneidet die eigene Bahn frei!

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Man lässt den Köder an der langen Teleskop- oder Steckrute in einer Lücke zwischen den Wasserpflanzen spielen. Am besten funktioniert dies vom Boot aus, da man seinen Köder punktgenau präsentieren kann, nämlich dort wo die Lücken zwischen den Seerosen sind.
Beim Fischen vom Ufer, mit dieser mit dieser Methode, sollte man schon recht lange Ruten benutzen ( 6-8 Meter ). Nur so erreicht man auch die Seerosenfelder und das tiefere Wasser, dort wo sich die heißen Zonen befinden.

Ein bisschen Leben in den Köder bekommt man, indem man mit einem Ruck aus dem Handgelenk den Köderfisch vom Grund an die Oberfläche schnellen lässt. Die meisten Bisse kommen nicht mitten in den Seerosenfeldern, sondern eher an den Rändern der Seerosen. Nach einem Biss sollte immer einer kräftiger Anhieb folgen, sonst läuft der hecht beim Abtauchen in den Widerstand der Rute und schüttelt sich los. Oder er kann, wenn man die Rute senkt, zwar abziehen. Aber bei seiner Flucht in die Seerosen verfängt sich die Schnur schnell in den Pflanzenstängeln, er kommt nicht weiter und lässt den Köder fallen.

Der Drill zwischen den Rosen ist brutal, daher sollte man versuchen den Hecht in der Lücke zu halten und mit der Federkraft der langen Rute bändigen. Nur bei sehr kapitalen Hechten darf die Rollenbremse kreischen!

Es gibt zwei Beißarten bei Hechten mit dieser Angelmethode. Zum einen der Aggressive, der sofort zupackt und den Trägen, der sich erst lange reizen lässt bis er zupackt.

Frühstart:
Die beste Zeit zum Tunken ist früh morgens zwischen 5–8 Uhr morgens. Bis 10 Uhr kann man sich aber noch über Nachzügler freuen, danach ist es bei Hitze kaum noch was zu holen, außer einem Sonnenbrand. Am Abend kann man wieder sein Glück versuchen, es beißt aber nicht so gut wie morgens.

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Hier noch einmal die Montage im Überblick:
Für das Tunken verwendet man am besten ein Rotauge von ca. 15 Zentimeter. Kernstück der Montage ist ein Vorfach mit Enddrilling Größe 1, auf das man eine Bleiolive von 5 Gramm zieht. Nun führt man eine lange Arterienklemme durch das Weidloch des Fisches ein und zum Maul wieder heraus. Dort nimmt man die Schlaufe des Stahlvorfaches mit der Zange auf führt diese dann durch den Fisch zurück, zum Weidloch hinaus. Jetzt sitzt der Drilling direkt im Maul, das Blei bleibt im Fischmaul verborgen.

Einen zweiten Drilling, etwa Größe 4, fädelt man nun von oben über die Schlaufe des Vorfachs, führt ihn knapp über das Weidloch und windet das Stahlvorfach mindestens fünfmal um den Schenkel des Drillings, bis er bombenfest sitzt. Nun steckt man den Drilling mit einem Haken oberhalb des Weidlochs in die Schwanzwurzel. Das Vorfach muss straff sein, damit der Mauldrilling nicht verrutscht, der Fisch darf sich beim Kopfstand aber nicht biegen. Dann ist die Montage perfekt ( siehe Zeichnung unten )!

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Vertikalangeln vom Boot oder Ufer

Erstellt von dumduku am 19. Februar 2008

Beim Vertikalfischen beangelt man einen kleinen Gewässerbereich punktgenau, anstatt weite Areale mit dem Kunstköder abzusuchen. Egal, ob vom Ufer oder vom Boot gefischt wird – diese Methode fängt.

Warum ist Vertikal-Angeln so erfolgreich? Eigentlich scheint es doch widersinnig, nur ganz begrenzte Plätze abzufischen – aber Fische haben in Flüssen und Seen durchaus ihre „Treffpunkte“, an denen sie sich immer wieder versammeln.

Daher ist es effektiver, dort punktgenau zu angeln, als fischleere Gebiete abzusuchen. Außerdem lassen sich beim Vertikalangeln, also dem Angeln direkt unter der Rutenspitze, mehrere Bewegungen eines Beutefisches imitieren: die Flucht zur Oberfläche oder das Absinken eines sterbenden Beutefisches.

Ganz wichtig bei dieser Angeltechnik: Man muss immer die Schnur auf Spannung halten, besonders während der Absinkphase des Köders, denn oft äußern sich Bisse nur als leichte Zupfer. Deshalb muss bei jeder kleinsten Bewegung der Rutenspitze sofort angeschlagen werden.

Angelplatz gut kombiniert zwischen Gewässer-Struktur & Wetter
Bei der Wahl der Angelplätze zum Vertikalfischen sind zwei Faktoren besonders wichtig: Die Gewässer-Struktur und das Wetter. Ein Beispiel: In Seen oder Talsperren wird mit dem Wind und der Strömung das Plankton meist in einem bestimmten Bereich gespült. Die Friedfische folgen dem Plankton, die Räuber wiederum den Friedfischen. Meist sind das buchten, Steilwände oder Unterwasserberge, an denen sich an solchen Tagen fast der gesamte Fischbestand des Sees versammelt. Bläst der Wind heftig über den See, halten Sie daher Ausschau nach Algen und Pflanzen, die Beutefischen als Nahrung dienen könnten.

Man kann daher nie pauschal sagen, dass ein Barschberg oder Steilhang immer gute Bedingungen zum Vertikalangeln versprechen, da möglicherweise Stelle und Wetter gerade nicht zueinander passen. Man sollte also drauf achten, dass an guten Stellen das richtige Wetter herrscht ( Strömung, Windrichtung ). Ein Echolot hilft, aussichtsreiche Stellen zu finden, ist aber kein Allheilmittel.

Nicht nur Kunstköder, auch Naturköder bringen Fisch
Im Sommer erlebt man besonders oft um die Mittagszeit, dass die Barsche dem Kunstköder bis zur Oberfläche folgen, ohne zu beißen. Die Lösung an solchen Tagen sind kleine Rotaugen, Lauben und Barsche, die wie die Kunstköder vertikal bis zur Oberfläche geführt werden. Oft kommt der Biss noch auf dem letzten Meter vorm Boot. Gegen Mittag sind es besonders Brücken und Bäume, die Schatten spenden, in deren Schutz sich Barsche und Hechte zurückziehen. Wer hier vertikal angelt, kann manchmal beobachten, wie ein Barschschwarm aus der Tiefe dem Köder folgt oder wie ein kleiner Hecht nervös mit den Brustflossen fächelt, bevor er plötzlich zustößt.

Nur am frühen Morgen und Abend lassen sich die Barsche im Sommer auch durch einen Kunstköder verführen. Herbst und Winter sind die Top-Zeiten zum Vertikalfischen. Jetzt sind Massenfänge an der Tagesordnung. An den dunklen, trüben Herbsttagen fangen oft Köder mit einer besonders auffälligen Farbe.

Auch vom Ufer aus ist Vertikalfischen möglich
Vertikalangeln funktioniert aber nicht nur vom Boot ausgezeichnet, sondern in Flüssen auch vom Ufer. Am besten eignen sich im Frühjahr und Sommer Stellen mit ständiger Strömung. Strömungskanten an tiefen Gumpen, aber auch Querströmungen durch wechselnde Gezeiten oder Einläufe sind erste Wahl.

Am ehesten findet man solche Stellen unterhalb von Wasserkraftwerken, Wehren, steil abfallende Böschungen oder an Buhnen.

Die Grundidee beim Vertikalangeln vom Ufer ist dieselbe wie beim Angeln vom Boot: Die Räuber stehen an bestimmten Stellen und man muss sie nur noch solange ärgern bis sie zubeißen. Im Sommer wartet man das fallende Hochwasser ab. Die neuen Strömungsverhältnisse unterhalb von Wehren sagen vielen Raubfischen zu.

Gummifische am leichten Bleikopf, die man nach oben zupft und mit der Strömung abtreiben lässt, bringen viel Fisch in den Kescher. Auch sollte man mal ganz ausgefallene Köder zum Vertikalfischen ausprobieren, Streamer zum Beispiel sind für beide Arten nützlich, also für das Vertikalangeln vom Ufer wie auch vom Boot. Mit dem Streamer befischt man diese Stellen so, dass man die Rutenspitze einen kurzen Moment steil nach oben hält und den Streamer dann ganz langsam absinken lässt, um den Köder auf den Punkt zu servieren.

Im Herbst und Winter sammeln sich die Raubfische an Steilhängen, Brückenpfeilern, alten Mauerresten und in tiefen Gumpen in den Außenkurven von Flüssen. Hier stehen sehr oft viele Barsche, Zander und manchmal auch ein strammer Hecht.

Von November bis Mai sollte man Ausschau nach Einläufen von Schleusen halten, den besonders bei Hochwasser sind dieses absolute Hot-Spots. Hier ziehen sich die Raubfische aus der starken Hauptströmung des Flusses zurück und mästen sich an den Friedfischen. Gute Köder wären bei Hochwasser Gummifische ( 10cm ) und Twister mit einem Bleikopf von 20 Gramm.

Welches Gerät sollte man verwenden ?
Beim Vertikalangeln vom Ufer aus sollte man eine drei Meter lange Zanderrute, mit einem stabilen Rückgrat und einem Wurfgewicht bis 40 Gramm wählen. Eine Stationärrolle mit Monoschnur ( im Fluss ) oder geflochtene Schnur ( im See ) reichen vollkommen aus. Hier empfehlen sich als Köder Gummifische und Streamer, die je nach Strömung bebleit werden, damit diese gerade den Grund erreichen.

Für das Vertikalangeln vom Boot empfiehlt sich eine kurze, einteilige Rute ( 1,80m ) mit einer kleinen Multirolle. Als Köder sollte man Metall wählen, die sinken schnell zum Grund ab und man spürt vor dem Biss jede Vibration des Köders in der Rute.

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Forellenteichangeln – abgeleite Ideen für das Freiwasser

Erstellt von dumduku am 13. Februar 2008

Nicht jeder kann sich für das Forellenteichangeln begeistern, aber Fakt ist jedoch: Die Montagen werden immer ausgeklügelter und lassen sich auch auf das Freiwasser bzw. Wildwasser übertragen.

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Forellenpuff – wer kennt ihn nicht, den despektierlichen Ausdruck, der die mehr oder minder schönen Teichanlagen beschreibt. Größtenteils sind es künstliche Gewässer, in die Fangreife Forellen eingesetzt werden. Ich persönlich fische lieber im Wildwasser auf frei lebende Fische, aber jedem das seine!

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Umso mehr finde ich es bemerkenswert, welche rasante Entwicklung in den letzten Jahren stattgefunden hat. Inzwischen sind die Montagen fast so speziell wie beim Stippen auf Meisterschaften. Unzählige Rigs ( Montagen ) beweisen, dass man sich richtig Gedanken gemacht hat. Vor allem auch beiden einzelnen Herstellern.

Hier möchte ich mal ein paar kleine Teilchen vorstellen:

Der „Bodentaster“
Die knapp über Grund schwebende „Zigarre“ gewährleistet durch die oben liegende Schnurführung freien Abzug für beißende Fische. Im Gegensatz zum Tiroler Hölzl richtet sich der Bodentaster, einmal am Grund angekommen, jedoch steil auf. Also kein Einsinken und kein seitliches Wegkippen mehr. Dadurch schöpfen die Fische beim nehmen des Köders wirklich kaum Verdacht. Ein ganz entscheidender Pluspunkt, der bei vorsichtig beißenden Räubern wie Zander, Barsch und Aal stark ins Gewicht fällt.

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Die Montage ist sehr leicht: einfach den Bodentaster auf die Hauptschnur fädeln. Danach folgt eine Gummiperle als Knotenschutz, schließlich der Karabinerwirbel. Jetzt nur noch das gut meterlange Vorfach einhängen und schon kann der Ansitz beginnen. Entweder mit Köderfisch oder Tauwurm und zwar am besten schwebend. Dazu einfach eine auftreibende Pilotkugel vor dem Haken platzieren. Der Köfi, dessen Schwimmblase unversehrt sein sollte, kann alternativ auch mit durch das Maul eingeführten Styroporstreifen schwimmfähig gemacht werden, der Wurm mit injizierter Luft.

Diese Montage ist wie geschaffen für das aktive Fischen, dazu wird der Bodentaster alle fünf Minuten einen Meter eingekurbelt. Vor allem bei den neugierigen Barschen macht die Bewegung den Unterschied.

Das „Trout Egg“
Das unten – für den Fisch –unauffällig schwarze, oben jedoch gelbe – für den Angler – umso besser sichtbare Ei adaptiert im Prinzip die gute, alte Wasserkugel. Allerdings viel durchdachter! Denn bislang hieß es immer: Farbige Wasserkugeln scheuchen, transparente jedoch viel weniger stimmt. Das stimmt so nicht mehr !

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Denn die Forellenteich-Spezis haben herausgefunden, dass durchsichtige Wasserkugeln eine ebenfalls nicht unbeträchtliche Scheuchwirkung haben. Matt-Schwarz ist nachweislich die am wenigsten verdächtige Farbe. Weitere Pluspunkte gegenüber der Wasserkugel: Das 20 Gramm wiegende „Trout Egg“ muss nicht mit Flüssigkeit betankt werden und die waagerechte durchlaufende Schnur gewährleistet reibungslosen Abzug.

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Also, wie wäre es beim nächsten Mal Meerforelle, Hornhecht oder die scheuen Rapfen statt Wasserkugel das „Trout Egg“ vor den Köder zu schalten ?

Der „Horizontalzocker“
Sbirolinos haben sich inzwischen bei vielen Angelmethoden als nützliche Hilfe erwiesen. Sie bringen selbst ultraleichte Köder auf die nötige Wurfweite und Tauchtiefe. Beim Horizontalzocker handelt es sich um eine Sbirolino Weiterentwicklung. Angeboten werden diese in den Tauchtiefen von 0,5 bis 4 Meter.

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Die Weitwurfgeschosse sind solide verarbeitet und ebenfalls im unverdächtigen Schwarzton gehalten. Probiert es einfach mal aus – die Bissausbeute wird sich spürbar erhöhen!

Der Forellenteig-Former
Die zwei Plastikscheiben mit der tropfenförmigen Einkerbung wirken auf den ersten Blick zwar sehr unscheinbar, leisten aber unschätzbare Dienste. Denn damit können Teigköder so vorgeformt werden, dass diese beim Einholen extrem verführerisch durch das Wasser Propellern. Kein Wunder, dass der geniale Trilup-I-Forellenteigformer reißenden Absatz fand.

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Der neue “Trilup II” wurde entwickelt, um andere, den Fischen unbekannte Rotationsmuster und Druckwellen – bedingt durch die veränderte Formgebung – produzieren. Das Nachfolgemodell eignet sich speziell für eine langsame Führung, die bei niedrigen Wassertemperaturen oft fängiger ist.

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Und was die Forellen im Teich lockt, das reizt garantiert auch die Vettern im Freiwasser zum Anbiss! Nicht nur die – selbst heikle Döbel verleiben sich den rotierenden Teig-Tropfen bedenkenlos ein.

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Richtig anschlagen beim Angeln mit totem Köderfisch

Erstellt von dumduku am 9. Dezember 2007

Die große Glaubensfrage beim Angeln mit totem Köderfisch auf Hecht ist sicherlich der richtige Zeitpunkt des Anschlages. Der eine sagt möglichst früh, der eine wieder möglichst spät und der andere würde erst Anschlagen wenn der Hecht nach dem Abziehen stehen bleibt.

Gibt es da vielleicht sogar einen Mittelweg ?

Eine goldene Regel gibt es leider nicht, aber ein paar Faktoren die eine richtige Entscheidung beeinflussen.

Posen-Montage mit 2 Drillingen:
Zum frühen Anschlagen eignet sich vor allem das Posenangeln mit der Zwei-Drillingsmontage, wie es unsere Nachbarn aus Holland fast ausschließlich einsetzen.
Ihr Vorteil liegt darin, das der Köderfisch in einer natürlichen Schwimmlage präsentiert wird.
Dazu sind genau an der Stelle wo der Räuber fast immer zupacken würde die Drillinge montiert und das wäre am Rücken- und Kopfbereich. So kann sich der Hecht auch schon durch eine heftige Attacke selber einen Haken so weit ins Maul treiben, das er ihn von alleine nicht loswird.
Wenn dies nicht geschieht wird er versuchen den Köderfisch bei einer Rückenattacke zu drehen oder ihn weiter ins Maul zunehmen und das meistens schon wenige Sekunden nach der Attacke. Dies gilt natürlich nur wenn die Ködergröße im angemessenen Verhältnis zum Hechtes steht. Bei einer Größe eines Köderfisches von 15cm wäre ein Hecht von 70-80cm der ideale Kandidat.

Also bei diesen Voraussetzungen solltest du mit dem Anhieb nicht länger als 10-15 Sekunden warten !

Am Grund mit Einzelhaken:
Bei dieser Montage sieht es schon anders aus, besonders wenn der Köderfisch mit einer Ködernadel auf einen Einzelhaken gezogen oder mit einem Drillingshaken zwischen Rücken- und Schwanzwurzel befestigt wurde.
Oft wird diese Montage eingesetzt wenn das Gewässer einen Mischbestand von Hechten und Zandern verfügt, so kann man gezielt auf beide Arten angeln ! Zander sind ja bekannt für ihr scheues verhalten gegenüber Haken und Stahlvorfach, welches man durch diese Montage verbirgt.
Bedenken muss man auch das der Hecht für die Köderaufnahme am Grund nicht geschaffen ist und dennoch nimmt der Räuber auch tote Köderfische vom Grund, besonders im Winter.
Der Hecht erzeugt über das Aufreißen seines Kiefers einen Sog, welcher ihm den Köderfisch Gewissermaßen in den Rachen spült. Leider hat das auch zur Folge das der Köderfisch durch die Wasserverwirbelung unkontrolliert ins Maul gelangt. Dadurch kommt es leider nicht unbedingt selten vor das nur das Schwanzende vom Köderfisch im Hechtmaul liegt und der Räuber erst wieder den Köder um 180 Grad drehen muss.

Diesen Moment sollte man unbedingt abwarten und erst dann zügig schwungvoll anhauen wenn der Hecht nach einigem Hin- und Herwandern zügig abzieht. Wichtig ist auch beim anhauen das die Rute auf den Fisch gerichtet ist, der Rollenbügel geschlossen ist und eine Straffe Schnur zum Fisch besteht.

Alternative Spinnsysteme:
Ganz anders sieht es aus wenn man mit dem toten Köderfisch spinnt. Für diese Angeltechnik haben sich zwei Montagen bewährt, dies wären das Drachkovitch-System und zum anderen ein System aus Drilling, Stahlvorfach und Vorblei. Bei letzterem wird, bedingt durch die Art der Anköderung der Köderfisch in gekrümmter Haltung angeboten. Um dies zu ermöglichen, wird der Drilling schlicht in eine Flanke des Köderfisches eingestochen und auf der gleichen Seite mit einer Ködernadel so durch den Kiemenbogen geführt, dass das Vorfach zum Maul herausragt. Dadurch entsteht diese Krümmung, welche sehr verführerisch für den Räuber aussieht. Geführt wird der Köder, durch heben und senken mit langsamer Einholgeschwindigkeit.
Ich empfehle bei dieser Montage keinen sofortigen Anschlag, da das System deutlich unkontrollierter durchs Wasser trudelt, was zur Folge hat das der Hechtbiss ziemlich ungenau ist. Hier sollte man eine 20 bis 30-sekündige Wartezeit einhalten, damit der Hecht den Köderfisch noch anschlagsbereit im Maul gewendet hat.

Bei dem Drachkovitch-System ist ein sofortiger Anschlag möglich da das System während einer Hechtattacke in einer Gegenbewegung befindet und der Räuber bereits vorgehakt ist. Und da in der Regel bei dieser Montage die Köderfische kleiner ausfallen, der Köderfisch schneller im Hechtmaul verschwindet.

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Oberflächenangeln auf Aal

Erstellt von dumduku am 30. November 2007

Eine gute Möglichkeit Aalen an der Oberfläche und im Mittelwasser(speziell in Seen und schwach fließenden Gewässern) nach zustellen,bietet das Grundangeln in Verbindung mit einer Pose.

Besonders im Sommer bei hohen Temperaturen und weit draussen im Freiwasser kann man auch tagsüber gute Erfolge erzielen. Viele Angler unterliegen ja dem Irrglauben,das der Aal nur Nachts auf Beutezug unterwegs ist. Dem ist aber nicht der Fall, gerade kurz unter der Oberfläche (z.B.an Seerosenfeldern) oder im Freiwasser räubert Er auch am Tage.

Um auf grosse Weiten zu kommen benutze ich folgende Montage.

Auf die Hauptschnur ziehe ich ein Tiroler Hölzl.Dann eine Gummiperle.Anschließend eine vorgebleite Pose(Waggler).Wieder eine Gummiperle und dann einen Schnurstpper. Zu guter letzt den Wirbel.Das Vorfach mit Haken binde ich selbst. Möglichst kurz(ca.15-20cm). So kann ich knapp unter der Wasseroberfläche angeln. Meine Pose hat höchstens 3 Gramm Tragkraft.Sie soll ja nur den Wurm halten. Benutze ich Köderfische passe ich Sie (Pose) dem Gewicht(Köderfisch) an. Durch das Grundblei komme ich auf grosse Weiten.Den Schnurstopper passe ich der Tiefe an, in der mein Köder präsentiert werden soll. Durch die Pose ist eine sehr gute Bisserkennung möglich. Die besten Fänge konnte ich in Tiefen bis zu einem Meter verzeichnen. Es ist eine Interessante Möglichkeit flexibel auf die Gegebenheiten zu reagieren.

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Wie erbärmlich ist das denn ? Da wird in Brüssel oft der Finger erhoben,Gesetze und Richtlinien für Europa verabschiedet und selbst scheren Sie sich nicht drum. Die WRRL wurde auf den Weg gebracht,die Gewässergüte soll in allen EU Ländern verbessert werden und in Brüssel selbst,werden Flüsse zur Kloake. Nicht mal reagieren tun Sie.Die Öffentlichkeit wird nicht informiert.Völlig Schnurz ob Flüsse in denen wieder ein Fischbestand aufgebaut wurde,jetzt wieder mit dem Einbruch der Bestände rechnen müssen durch Fischsterben. Die ersten Fälle wurden schon gemeldet. Welch ein blühendes Vorbild für Europa ! Während in Kopenhagen auf der Weltklima-Konferenz über den Schutz der Erde und der Umwelt diskutiert werden, stinkt es in Brüssel zum Himmel. Ausgerechnet in der Hauptstadt Europas wird gegen die elementarsten Umweltvorschriften verstoßen. Seit einer Woche nämlich, seit dem 8. Dezember, fließen etwa 90 Prozent der Abwässer der belgischen Hauptstadt ungeklärt in die umliegenden Flüsse, da die wichtigste Kläranlage der Stadt nicht mehr funktioniert. Hier zum Artikel. http://www.fr-online.de/top_news/2142918_Klaeranlage-defekt-In-Bruessel-stinkt-es-zum-Himmel.html