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Archiv für die 'Barsch' Kategorie

Hier geht es um den Zielfisch “Barsch”

Barsche zocken mit Bleiködern

Erstellt von dumduku am 10. März 2008

Es sind wahre Fangmaschinen, diese Fischzocker bzw. Blattpilker aus Blech und Blei. Sie heißen u.a. Cicada, Schoolin George, Bullet Blade, Little George oder Fuzzy Duzzie – einfallsreiche Namen hinter denen sich mehr als nur eine Illusion verbirgt.

Dies sind wirklich harte Köder, an denen sich die Räuber die Zähne ausbeißen. Nicht nur Hecht und Zander stehen auf das verführerische Surren und Flattern dieser Bleiköder, sondern vor allem dicke Barsche haben sie zum fressen gern.

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Und da sind wir auch schon beim Thema:
Für einen eingefleischten Raubfischangler wie uns zerrt so eine monatelange Hecht- und Zanderschonzeit ganz schön an den Nerven. Und selbst das gezielte Friedfischangeln ist in dieser Zeit nicht sehr befriedigend. Aber was soll man in dieser Zeit machen: Nichts wie raus ans Wasser und fette Barsche fangen!

An fast allen Gewässern in Deutschland können diese feisten Räuber das ganze Jahr über beangelt werden – sind für viele Sportfischer mehr als nur eine willkommene und besonders schmackhafte Abwechslung. Aber aufgepasst, Barschangeln kann mit dem richtigen Köder zu einem wahren Rausch ausarten.

Die Methoden für den Barschfang sind so vielseitig wie ihr Streifenmuster. Und dennoch gibt es einige wenige Köder und Techniken, die fast überall unschlagbar sind – zum Beispiel das Pilken! Sehr erfolgreich ist nämlich die harte Tour mit Blattpilkern und kleinen fischähnlichen Bleizockern. Es muss nicht immer alles weich und glitschig sein, damit es Fische fängt. Ganz besonders Barsche mögen oft etwas Kräftiges zwischen den Kiemen und stehen voll auf Blech und Blei.

Das Geheimnis dieser Köder und ihres sensationellen Erfolgs liegt in den zuckenden Taumelbewegungen, die sie im Wasser erzeugen. Reizwellen, die von den Raubfischen schnell über große Distanzen hinweg geortet werden und ihnen das Signal zum fressen geben.

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Die wohl bekanntesten sind die schlanken fischähnlichen Pilker mit nur einem Drilling am Ende. Es sind Kunstköder, die aus einem einfachen Bleistab gegossen werden und wenig Widerstand bieten – also ideal für tiefe Gewässer. Um ihnen aber noch einen reizvolleren Lauf zu verpassen, sollte man sie ganz vorsichtig zu einer Banane biegen. So tanzen sie noch verführerischer!

Neben diesen sehr einfachen Bleiködern gibt es eine ganze Reihe von weiteren Kunstwerken mit toller Aktion, die komplizierter konstruiert sind. Gemeint sind Blattpilker und solche, die mit zusätzlichen Spinnerblatt garniert sind. Zu den wohl mit Abstand erfolgreichsten gehören die Blade Baits (Blattköder) und die Jigging Spinner (Pilkspinner). Beides sind schwere Bleiköder, die beim Zupfen Vibrationen im Wasser verursachen und so den Räuber magisch anziehen.

Dieses unverkennbare Surren der Schnur, das schon beim leichten Auf und Ab der Rutenspitze deutlich zu spüren ist, macht sie erst so unwiderstehlich. Die bekanntesten Bleizocker mit dem Blechsegel am Rücken sind Cicada, Heddon Sonar oder der Bullet Blade, während bei den Jigging Spinnern schon seit Jahren der Little George von Mann´s die Nummer Eins ist.

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Die Angeltechnik mit diesen Pilkern ist eigentlich ganz einfach. Man muss den Köder nur kontrolliert und an gespannter Schnur zu Boden lassen. Dabei bremst man die Hauptschnur mit dem Zeigefinger am Spulenrand ab. So geht man sicher, dass sich nichts verhakt oder überschlägt. Wenn der Köder am Grund angekommen ist schließt man den Rollenbügel und spult soviel Schnur auf, dass die Ruttenspitze eben die Wasseroberfläche berührt. Dann beginnt man mit den Pilkbewegungen – kurze kräftige Rucke aus dem Handgelenk, wobei der Köder alle zwei bis vier Mal auf den Boden treffen sollte. Es ist fang Entscheidend, dass der Kunstköder immer an gestraffter Leine geführt wird. Anderenfalls gibt es Verwicklungen und was viel schlimmer ist, vorsichtige Bisse werden nicht rechtzeitig erkannt.

Beim Pilken im Süßwasser ist es besonders wichtig, so leicht wie möglich zu fischen. Leichtes Pilken hat den großen Vorteil, dass man ein kleineres Ködermodell wählen kann, das zwar die gleichen Reize aussendet wie ein großes Modell, aber wesentlich weniger Widerstand beim Einsaugen bietet. Denn die meisten Fehlbisse gibt es, weil der Köder einfach viel zu schwer ist. Aus diesem Grund sollte man seine Rollen auch mit dünnen geflochtenen Schnüren bespulen. Mit ihnen kann man nicht nur leichtgewichtige Kunstköder erstklassig in großer Tiefe präsentieren, sondern auch durch die geringe Dehnung sitzt der Anhieb auch besser.

Egal , ob man diese Kunstköder gepilkt oder wie ein Blinker geführt werden, ich verspreche euch, hat man erst einmal eine bunte Cicade oder einen Little George auf tiefe fischige gebracht, gibt es Biss auf Biss!

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Großbarsche sind wie Kannibalen

Erstellt von dumduku am 15. Februar 2008

Man sieht und liest sehr oft das Barsche, das Barsche auch Barsche fressen. Warum sind kleine Barsche eigentlich so gute Köderfische für die Eltern und Großeltern?

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Ganz einfach: Auch kleine Barsche sind Räuber und heranwachsende Nahrungskonkurrenten für die Großen. Indem die großen Barsche den Nachwuchs dezimieren, ernähren sie sich nicht nur, sie schalten auch potentielle Konkurrenten frühzeitig aus.

Jungbarsche geben uns immer einen sicheren Anhaltspunkt, wo es sich lohnt, auch auf Großbarsche zu fischen. Meist tummeln sich die kleinen Barsche in der Umgebung von Stegen, über Steinschüttungen und vor Schilfbänken. Die größeren Exemplare stehen dann meist einige Meter abseits, um sich im Schwarm zu ordnen und dann gemeinsam die Kleinfische anzugreifen.

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Kleine Köderfisch-Barsche fängt man entweder mit der Stipprute oder mit der Senke ( nicht überall erlaubt! ). Um den Jungbarsch seinen älteren Artgenossen anzubieten, empfiehlt sich die gute alte Posenmontage. Dazu dient eine Pose mit einer Tragkraft zwischen 2 und 6 Gramm. Diese Posenmontage hat den Vorteil, dass man den Köder in unterschiedlichen Tiefen Plazieren kann. Außerdem kann man den Köder so über Kraut und anderen Hindernissen schweben lassen, ohne dass er sich darin verhakt. Die richtige Tiefe für den Köderfisch wird von den Kleinfisch-Schwärmen bestimmt. Stehen die Kleinfische im Mittelwasser, müssen unsere Köderfische ebenfalls dort angeboten werden.

Ein weiterer Vorteil der Posenmontage wird bei starkem Wind deutlich: Bei geöffnetem Schnurfangbügel kann man die Montage vom Wind an Stellen blasen lassen, die außerhalb der Wurfweite liegen oder extrem schwer anzuwerfen sind, zum Beispiel unter überhängende Bäume. Die Wellenbewegung, die durch den Wind erzeugt werden, verleihen dem Köderfisch außerdem noch ein wenig Leben.

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Damit sich der Großbarsch von selbst hakt, sollte man einen 8er Einzelhaken im Rücken oder Maul des Kleinbarsches platzieren. Bei fingerlangen Köderfischen kann man sofort anschlagen, wenn die Pose abgetaucht ist; bei größeren Barschen sollte man solange warten, bis der Fisch deutlich Schnur von der geöffneten Rollenspule zieht.

Wer mit Barschen als Köder auf Großbarsche angeln möchte, der benötigt nicht unbedingt Köderfische. Besonders Winterangler dürfte dies freuen, weil kleine Barsche in der kalten Jahreszeit oft schwer zu organisieren sind.

Damit man trotzdem nicht auf den Köder-Barsch verzichten muss, hat die Angelindustrie einige erfolgreiche Kunstköder im Barschdekor entwickelt.

Dies wären z.B.:

Blinker / Spinner:
Kleine Spinner und Blinker in S-Form sind besonders dann gefragt, wenn die Barsche am Grund stehen und der Köder in der Tiefe angeboten werden muss. Spinner mit aufgedrucktem Streifenmuster sind dabei besonders fängig. Rote Streifen auf einem silbernen oder weißen Spinnerblatt haben eine extra Anziehungskraft. Bei den Blinkern verwendet man am besten die 3D-Modelle, bei dem auf die Folie ein Barschdekor aufgedruckt ist.

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Wobbler:
Unter der Bezeichnung „Firetiger“ findet man etliche Wobbler-Varianten mit Streifenmuster im Fachhandel. Aber auch Fotoaufdrucke täuschen dem Räuber einen echten Barsch unter Wasser vor. Im Frühjahr und Sommer sollte kleine Wobbler mit einer Länge zwischen 3 und 9 Zentimeter wählen. Da steht die Brut meist in Ufernähe und kleine Wobbler passen super ins Beutschema der großen Räuber.

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Dagegen sollte man im Herbst und Winter schon größere Exemplare von Wobblern auswählen, da die Räuber in der kalten Jahreszeit eher versuchen mit so wenig Aufwand wie möglich Beute zu machen.

Gummifische:
Einige Hersteller liefern dem Spinnfischer auch Gummifische im Barschdekor. Doch meist hat man solche Gummis nicht zur Hand, wenn man am Ufer des Gewässers steht. Jetzt muss man nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern kann mit wasserfestem Filzstift ( Edding ) dem Gummiköder ein fängiges Design verpassen. Einfach ist es wenn man Gummifische in Feuergelb oder Neongelb benutzt, dann einfach ein paar Streifen mit dem Stift drauf gemalt und fertig ist das Barschimitat.

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Barsche ganz einfach für die Pfanne vorbereiten

Erstellt von dumduku am 6. Januar 2008

Barsche schnell für die Pfanne vorbereiten

Um einen Barsch ganz schnell für die Pfanne vorzubereiten, habe ich bei „Fish n Fun – Die Angelshow“ einen klasse Tipp gesehen, den ich persönlich noch nicht kannte.

Aber schaut euch selbst das Video an !

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Das wichtigste zum Thema “Großbarsch”

Erstellt von dumduku am 10. Dezember 2007

Große Barsche kosten Nerven weil sie so schwer zu finden sind, deswegen hier ein paar Tipps für euch um an die kapitalen Barsche ranzukommen.

  • In einigen Gewässern werden nur kleine Barsche gefangen, das liegt meistens daran das dieses Gewässer zu Nahrungsarm ist.  Sollte ein Barsch nie mehr als 500g aufweisen, sollte sich der Angler ein anderes Gewässer suchen.
  • Wann spricht man von einem kapitalen Barsch: also ab 40cm mit 2 Pfund spricht man schon von einem überdurchschnittlich guten Fisch. Ein Barsch von 50cm oder mehr gilt in einigen Gewässern schon als Ausnahme. Bei mir an der Alster (Hamburg) ist kein Barsch den ich fange unter 38cm !
  • Je größer ein Gewässer ist, desto besser sind häufig die Chancen auf kapitale Barsche. Ein guter Tipp wäre es, an kühlen Stauseen zu angeln die einen guten Fischbestand haben. Die besten Barschgewässer in Deutschland wären die Stauseen des Sauerlandes, viele Seen der holsteinischen und mecklenburgischen Seenplatte, Bodden der Ostsee und auch die Ströme vom Rhein und Elbe.
  • Große Barsche findet man am besten mit dem Echolot oder mit einer Lotrute die Bodenstruktur nach Kanten absuchen.  Richtige „Hot Spots“ wären die so genanten Barschberge welches Unterwasser-Erhebungen sind. Man kann auch eine Fischli-Hegene benutzen, sofern es in diesem Bundesland erlaubt ist.
  • Kapitale beißen auf kleine Köder wie auch auf größere Exemplare. Falls nur kleine Barsche an den Haken gehen, sollte man mal einen größeren Köder benutzen.
  • Es gibt einiges an guten Ködern: Ob ein kleiner Barsch an der Posenmontage, Spinner, Wobbler im Barschdekor, Gummifisch oder Twister, die Köderbox sollte immer alles parat haben. Viele verbessern ihre Kunstköder, indem sie am Haken noch einen roten Puschel oder eine Plastikflosse montieren.
  • Großbarsche sind eigentlich keine Einzelgänger, sie jagen gerne in kleinen Trupps. Wobei die anderen Artgenossen eher in großen Schwärmen unterwegs sind.
  • Falls man immer sehr viele Nachläufer hat, sollte man sich im Boot oder am Ufer sehr ruhig verhalten. So schnell wie möglich wieder neu auswerfen und wenn keine neuen Bisse mehr kommen, den Köder wechseln.
  • Leider verliert man sehr schnell einen Barsch im Drill. Das liegt an dem knochigen Partien des Maules, weshalb man immer kräftig anschlagen sollte. Das kann aber wieder verursachen, das der Haken in den weicheren Partien ausschlitzt. Deswegen gilt: den Drill nicht unnötig in die Länge ziehen.
  • Barsche schmecken immer sehr lecker, egal ob Groß oder klein. Ich finde aber dass das Fleisch eines größeren Barsches nicht so saftig schmeckt als von einem kleineren Barsch. Für die Bratpfanne sind Barsche in einer größe von 20-30cm ideal.
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Hot Spots – Wo steht der Barsch ?

Erstellt von dumduku am 4. Dezember 2007

Der Barsch durchquert das ganze Jahr über fast jeden Bereich eines Gewässers, zu den absoluten Top-Stellen oder besser Hot Spots zählen u.a:
• Versunkene Bäume
Diese Stellen kann man ganzjährig ansteuern. Besonders von Mai bis September lohnt es sich diese Stellen mit Wobbler, Softjerk und Gummi am Bleikopf zu beangeln.
• Steganlagen
Speziell unter den Booten und Stegen stehen die Barsche im Sommer, dort finden sie Schatten. Die Köder sollte man direkt an den Objekten vorbei führen. Ideale Köder wären: Gummi am Bleikof, Wobbler, Spinner oder Zocker.
• Barschberge
In den ersten 9 Monaten des Jahres findet man die Barsche oft auf den Plateaus, erst zum Winter ziehen sie ins tiefere Wasser. Man hat eine breite Palette an Ködern zu Auswahl. Für die flachen Stellen wären Spinner, Wobbler, Softjerk von Vorteil und in den tieferen Zonen eher Gummi am Bleikopf oder der Zocker.
• Krautfelder
Viele Barsche halten sich eher im Dickicht auf, hier finden sie genügend Nahrung in Form von Kleinfischen & Krebsen. Im Sommer steht das Kraut sehr hoch, da sollte man seine Köder wie Wobbler, Spinner oder Softjerk eher über die Pflanzen hinweg führen. Man kann aber auch die Kanten der Vegetation mit Twister, Texas-Rig oder Gummifisch beangeln. Wenn es kälter wird, also im Winter, lichtet sich das Grün und man hat Gelegenheit auch direkt im Kraut zu angeln.
• Futterfischsammlungen
Dort wo die Barschbeute sich tummelt ist immer guter Barsch vorhanden. Erkennen tut man es an den Ringen auf der Wasseroberfläche oder auch am raubenden Barsch der heftige Platschgeräusche verursacht wenn er in die Brut jagt. Derjenige der ein Echolot besitzt kann sehr schnell am Bildschirm erkennen wo die Fischschwärme stehen und diese gezielt beangeln. Als Köder kämen Blinker, Gummis am Bleikopf, Oberflächenköder oder Softjerks in Frage.
• Kanäle
Barsche fühlen sich je nach Jahreszeit mal hier mal dort wohl, das erkennt man ganz deutlich in Kanälen die zwei verschieden Gewässersysteme verbinden. Dadurch kommt es oft zu regelrechten Barschzügen durch die Kanäle und deswegen ist man an den Gewässerverbindungen immer am richtigen Platz. Das ist in der Regel im Mai, Oktober oder November der Fall und die besten Köder wären hier Wobbler und Gummi am Bleikopf.
• Seerosenfelder
Im Juni bis September, also in der heißen Jahreszeit, bieten die dichten Blätter der Seerosenfelder Schatten, Sauerstoff und Schutz vor größeren Räubern. Am besten lassen sich so welche Gewässerzonen mit einem Boot befischen, da man so den Köder am besten sehr lange an der Kante der Seerosenfeldes vorbeiführen kann. Gute köder wären hier Spinner, Wobbler, Softjerk und Gummi am leichten Bleikopf.
• Fähranleger
Sind immer sehr gute Stellen, besonders wenn Fähren Starten und Anstoppen, dadurch wird der Grund aufgewirbelt was potenzielles Futter aufwirbelt. Gleichzeitíg entstehen auch Löcher durch das anlaufen der Schrauben, diese Stellen kann man ganzjährig befischen. Sehr gute Köder wären Gummis am Bleikopf. Texas- oder Dropshot-Rig, Spinner, Blinker oder Zocker.
• Drehströmungen
Wenn Strömungen in einem Fließgewässer die Wasseroberfläche aufkräuseln, hat man einen sehr potenziellen Hot Spot gefunden. Hier wirbelt die Strömung Nahrung auf und trägt sie zusammen, was natürlich Futterfisch anzieht für die Räuber. Diese Strömungen findet man z.B. an Buhnen und dort wo Strömungen gebrochen werden wie Einläufe, Brückenpfeiler und Felsbrocken. Der perfekte Köder wäre da Gummifisch am Bleikopf !
• Löcher
Barsche stehen in der kalten Jahreszeit von November bis März sehr weit unten im Gewässer, da sie der Strömung und den niedrigeren Temperaturen der mittleren Wasserschichten ausweichen. Die Löcher können kleine sein die von Fähren ausgespült wurden oder größere Rinnen die etwas tiefer als die Umgebung liegen. Hier wären die perfekten Köder sinkende Exemplare wie Gummi am Bleikopf, das Texas- oder Dropshot-Rig.
• Muschelbänke
Dort wo die Schalentiere sind tobt allerlei Kleingetier herum, hier fühlen sich Kaulbarsche und Krebse wohl. Davon profitieren natürlich die Barsche deren Lieblingsspeise eben diese Lebewesen sind. Blesshühner verraten so einen Hot Spot, weil sie gerne Muscheln knacken. An Muschelbänken kann man das ganze Jahr über angeln mit Ködern wie Gummi am Bleikopf, Dropshot oder Texas-Rig.
• Hafenbecken
Hafenbecken haben alle eines gemein, hier ist das Gewässer durchschnittlich sehr tief. Je nach Boots- und Schiffsverkehr hat man es hier mit einem sehr harten Grund zu tun der manchmal auch sehr schlammig sein kann. Hier wird wie auch am Fähranleger auch durch die Schrauben der Schiffe viel Nahrung freigesetzt und nebenbei bieten Stege und Boote Schatten was Futterfische stets anzieht. Besonders in den Monaten von Oktober bis März ist hier ein exzellentes Barschangeln möglich. Die besten Köder wären u.a. Gummis am Bleikof oder der Dropshot-Rig !
• Treibgut
Durch Wind oder Strömung werden an bestimmten Ecken regelmäßig Schilfhalme, Kraut und Müll zusammengetragen. Unter diesem Treibgut finden Barsche Schutz vor Angriffen aus der Luft wie z.B. von Kormoranen und im Sommer spendet dieses Dach aus Treibgut idealen Schutz vor der Sonne. Ideale Jahreszeit wäre von Juni bis August und der ideale Köder wäre Softjerk, Wobbler, Spinner oder Blinker.
• Brücken
Unter den Brücken liegt immer sehr viel Unrat u.a. wie Einkaufswagen, Decken im Wasser, das erhöht die Hängergefahr ungemein. Trotzdem sind diese Stellen sehr Barschträchtig die ganzjährig zu beangeln sind. Die besten Köder wären Gummi am Bleikopf, Texas-Rig, Wobbler oder der Dropshot-Rig.
• Einläufe
Wo Bäche in Flüsse oder Gräben in Kanäle einmünden, prallt eine Strömung auf die andere. Einläufe bringen stets Nahrung mit sich und das Sauerstoffreiche Wasser mit dem vielen Futter locken natürlich auch die Barsche an. Beste Jahreszeiten wären da von Juli bis September und der beste Köder wäre Gummi am Bleikopf, Dropshot-Rig oder Wobbler.
• Schilfgürtel
Die Barsche und auch die kleinen Weißfische finden in den Binsen Schutz vor den Räubern. Besonders nach der Laichzeit von Mai bis September stellen sich Plötze & Co. Zahlreich ein. An diesen Stellen sollte man Köder wie Wobbler, Gummi am Bleikopf, Texas-Rig, Spinner oder Blinker benutzen um an den Barsch zu kommen.
• Pfeiler / Dalben
Hinter Brücken bilden sich kleine Drehströmungen, die Futterfische anlocken und dazu finden die Räuber auch Schutz vor der Strömung. Außerdem entsteht durch die Strömung Struktur am Gewässergrund  wo man häufig die Barsche am rauben sieht. Diese Stellen kann man das ganze Jahr befischen und die besten Köder wären Gummi am Bleikopf oder der Dropshot-Rig.
• Pontons
Hier stehen die Barsche oft in scharren, denn an diesen Stellen gibt es Deckung, Schatten und Nahrung. Diese Zonen sollte man von Juni bis September mit dem Gummi am Bleikopf, Wobbler oder Spinner befischen.
• Schlammiger Grund
Sicher gelten harte Böden als fängiger, aber zum Jagen zieht es die Barsche dorthin wo das Futter schwimmt, denn Weißfische finden viel Nahrung in der Mulmschicht. Sicher ist diese Zone ein untypischer Barschgrund, aber von November bis März sicher ein Versuch wert. Gute Köder wären Gummi am Bleikopf oder der Texas-Rig !
• Sandbänke
Kleinfisch steht hier sehr oft und da fallen auch die Barsche regelmäßig ein. Vor allem von Juni bis September kann man gute Barsche fangen mit dem Gummi am Bleikopf, Wobbler, Softjerk oder Spinner.
• Spundwände
Diese Wände werden oft von Kleinfischen aufgesucht und dabei werden sie von den Barschen gegen die Wand gedrückt, so dass es kein Entkommen mehr gibt. Deswegen sind diese Stellen für Barsch und Angler ideal um das ganze Jahr dort zu jagen. Gute Köder wären hier Zocker, Dropshot-Rig und Gummi am Bleikopf.
• Abbruchkanten
Fast jedes Gewässer besitz Kanten, sie kennzeichnen den Übergang vom Flachen ins Tiefe Wasser. Darunter zählen z.B. Abbrüche zur Fahrrinne in Flüssen oder die Scharkanten in stehenden Gewässern. An diesen Übergängen können die Räuber das ganze Jahr perfekt von unten nach oben zustoßen.  Im Winter sucht man die Barsche am Fuß der Kante, im Sommer dagegen führt man seine Köder am besten drüber weg. Im Winter wären gute Köder z.B. Gummi am Bleikopf, Texas- und Dropshot-Rig und im Sommer wären es der Softjerk,Wobbler, Spinner und Blinker.

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Der Flussbarsch

Erstellt von dumduku am 30. November 2007

Der Flussbarsch (Perca fluviatilis), am Bodensee Kretzer genannt, in der Schweiz und Österreich auch Egli, ist ein in ganz Europa vorkommender Süßwasserfisch. Er gehört zu den wichtigsten Speisefischarten und wird von Fischern, Anglern, Köchen und Konsumenten geschätzt. Das weiße Fleisch ist mager und grätenarm. Typisch sind seine geteilte Rückenflosse (typisch für alle Barschartigen), sowie die rötliche Färbung der Brust- und Bauchflossen. Beide Rückenflossen (besonders die vordere) sowie die Afterflosse sind mit spitzen Stachelstrahlen (Hartstrahlen) ausgestattet (vgl. Bild).

Der Flussbarsch

Die Häute zwischen den Flossenstrahlen weisen häufig vereinzelte schwarze Flecken verschiedener Größe auf. Der Körper weist oft ein schwaches Streifenmuster aus 6-8 senkrechten Streifen auf und ist grau-grün gefärbt. Das Maul ist leicht oberständig (d.h. der Unterkiefer ragt über den Oberkiefer), fast endständig. Flussbarsche erreichen eine durchschnittliche Länge von 20 Zentimetern und werden selten schwerer als ein Kilogramm. Die größten Vertreter seiner Art erreichen über 50 Zentimeter Länge und werden bis dreieinhalb Kilogramm schwer. Allerdings wachsen manche Flussbarsch-Herkünfte außerordentlich langsam. Mit 8 bis 10 Jahren sind sie erst 25 cm lang. Tesch (1955) und Thorpe (1977) fanden jedoch auch deutlich “wüchsigere” Populationen, welche bereits als vierjährige Barsche durchaus 25 cm Gesamtlänge aufweisen können. Neben genetischen Faktoren orientiert sich das Wachstumspotential am Nahrungsangebot und weiteren Gewässerbedingungen.

Die erwachsenen Tiere laichen im Litoral in Form von Laich-Schläuchen ab, welche sekundär zu unregelmäßigen Laichbändern (auch Laichschnüre oder Laichstreifen genannt) aufreißen können und ein typisches Netzmuster tragen (Quelle: Stephan Dreyer: “Der europäische Flussbarsch als Objekt der Aquakultur. Bemerkungen und Daten zu Biologie und Produktionstechnik”. Stuttgart-Universität Hohenheim, 1987). Nach dem Schlüpfen steigen die Larven an die Oberfläche, um ihre Schwimmblase zu füllen. Von der Strömung werden die Larven ins Pelagial abgetrieben, wo sie sich von kleinem Zooplankton ernähren. Nach einigen Wochen kehren die Jährlinge (0+-Kohorte) ins Litoral zurück. Dort findet oft eine Umstellung der Ernährung auf Makrozoobenthos (unter anderem Insektenlarven) statt. In mesotrophen und eutrophen Seen konkurriert die Schwärme von jungen Flussbarschen vor allem mit Cypriniden, wie zum Beispiel den Rotaugen (Rutilus rutilus) um Zooplankton und Zoobenthos.Der Flussbarsch gehört zu den am langsam wachsenden Fische in unseren heimischen Gewässern und ist in 3 Jahren erst 15 cm lang.Ab einer bestimmten Größe können Flussbarsche in Abhängigkeit vom Nahrungsangebot piscivor werden. Sie ernähren sich dann zum Teil kannibalisch von kleineren Barschen und auch von Cypriniden oder anderen jeweils “maulgerechten” Fischen. Die Phase der Makrozoobenthos-Ernährung ist nicht zwingend notwendig, um piscivor zu werden. In sehr produktiven Seen können sich auch große Flussbarsche weiter von Plankton und Benthos ernähren und werden nicht piscivor. In tiefen Seen überwintern die Flussbarsche einzeln in großer Tiefe. Die Tiere benötigen über mehrere Monate Temperaturen von 6 Grad Celsius und weniger, damit sich die Gonaden entwickeln können. Nach Dreyer 1987 (Dissertation über den Flussbarsch) genügen bei deutschen Flussbarschen 150 Tage bei 10°C zur Reifung befruchtungsfähiger Eier im weiblichen Geschlecht, der Temperaturbereich zum Erhalt reifer Spermien der Männchen liegt sogar darüber. (Quelle: Stephan Dreyer: Der europäische Flussbarsch als Objekt der Aquakultur. Bemerkungen und Daten zu Biologie und Produktionstechnik. Stuttgart-Universität Hohenheim, 1987) Seit der Einführung des Kaulbarschs (Gymnocephalus cernuus) in zahlreiche europäische Seen hat der Flussbarsch einen neuen Konkurrenten bekommen. Bis jetzt ist noch nicht klar, wie sich dies in den nächsten Jahrzehnten auf die Artenzusammensetzung auswirken wird.

Von der IUCn wird der Flussbarsch als “nicht gefährdet” eingestuft.

Edit:

Hier noch ein Zusatz als PDF zum Download: Der Flussbarsch

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Es ist eine neue Anglerbroschüre mit vielen Informationen für Dänemark Urlauber und Angler erschienen. Das Schöne, sie ist online auch einsehbar. Also für alle die Dänemark mal als Ziel haben lohnt sich ein Blick um Infos zu erhalten und sich im Vorfeld etwas zu informieren. Dänemark gilt als Anglerparadies. Und Fische fangen kann jeder, der sich die staatliche Angel-Lizenz besorgt. Dieser Schein ist Voraussetzung, egal, ob die Urlauber im Meer oder Süßwasser fischen möchten. Der Jahresschein kostet etwa 19 Euro (140 DKK), zusätzliche Lizenzen für Auen und Seen liegen zwischen sechs und 20 Euro pro Tag. Noch einfacher gestaltet es sich für Jugendliche unter 18 Jahren und ältere Gäste über 65: Sie benötigen in Dänemark keine staatliche Angellizenz. Hier zum Artikel http://www.promobil.de/wohnmobil-news/reiseinfos/neue-angler-broschuere-fuer-daenemark.413688.7.htm Hier zur Online Angelbroschüre http://www.visitdenmark.com/tyskland/de-de/menu/turist/aktiv-ferie/lystfiskeri/angeln-angelbroschuere