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Archiv für die 'Forelle' Kategorie

Hier geht es um den Zielfisch “Forelle”

Forellenteichangeln – abgeleite Ideen für das Freiwasser

Erstellt von dumduku am 13. Februar 2008

Nicht jeder kann sich für das Forellenteichangeln begeistern, aber Fakt ist jedoch: Die Montagen werden immer ausgeklügelter und lassen sich auch auf das Freiwasser bzw. Wildwasser übertragen.

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Forellenpuff – wer kennt ihn nicht, den despektierlichen Ausdruck, der die mehr oder minder schönen Teichanlagen beschreibt. Größtenteils sind es künstliche Gewässer, in die Fangreife Forellen eingesetzt werden. Ich persönlich fische lieber im Wildwasser auf frei lebende Fische, aber jedem das seine!

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Umso mehr finde ich es bemerkenswert, welche rasante Entwicklung in den letzten Jahren stattgefunden hat. Inzwischen sind die Montagen fast so speziell wie beim Stippen auf Meisterschaften. Unzählige Rigs ( Montagen ) beweisen, dass man sich richtig Gedanken gemacht hat. Vor allem auch beiden einzelnen Herstellern.

Hier möchte ich mal ein paar kleine Teilchen vorstellen:

Der „Bodentaster“
Die knapp über Grund schwebende „Zigarre“ gewährleistet durch die oben liegende Schnurführung freien Abzug für beißende Fische. Im Gegensatz zum Tiroler Hölzl richtet sich der Bodentaster, einmal am Grund angekommen, jedoch steil auf. Also kein Einsinken und kein seitliches Wegkippen mehr. Dadurch schöpfen die Fische beim nehmen des Köders wirklich kaum Verdacht. Ein ganz entscheidender Pluspunkt, der bei vorsichtig beißenden Räubern wie Zander, Barsch und Aal stark ins Gewicht fällt.

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Die Montage ist sehr leicht: einfach den Bodentaster auf die Hauptschnur fädeln. Danach folgt eine Gummiperle als Knotenschutz, schließlich der Karabinerwirbel. Jetzt nur noch das gut meterlange Vorfach einhängen und schon kann der Ansitz beginnen. Entweder mit Köderfisch oder Tauwurm und zwar am besten schwebend. Dazu einfach eine auftreibende Pilotkugel vor dem Haken platzieren. Der Köfi, dessen Schwimmblase unversehrt sein sollte, kann alternativ auch mit durch das Maul eingeführten Styroporstreifen schwimmfähig gemacht werden, der Wurm mit injizierter Luft.

Diese Montage ist wie geschaffen für das aktive Fischen, dazu wird der Bodentaster alle fünf Minuten einen Meter eingekurbelt. Vor allem bei den neugierigen Barschen macht die Bewegung den Unterschied.

Das „Trout Egg“
Das unten – für den Fisch –unauffällig schwarze, oben jedoch gelbe – für den Angler – umso besser sichtbare Ei adaptiert im Prinzip die gute, alte Wasserkugel. Allerdings viel durchdachter! Denn bislang hieß es immer: Farbige Wasserkugeln scheuchen, transparente jedoch viel weniger stimmt. Das stimmt so nicht mehr !

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Denn die Forellenteich-Spezis haben herausgefunden, dass durchsichtige Wasserkugeln eine ebenfalls nicht unbeträchtliche Scheuchwirkung haben. Matt-Schwarz ist nachweislich die am wenigsten verdächtige Farbe. Weitere Pluspunkte gegenüber der Wasserkugel: Das 20 Gramm wiegende „Trout Egg“ muss nicht mit Flüssigkeit betankt werden und die waagerechte durchlaufende Schnur gewährleistet reibungslosen Abzug.

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Also, wie wäre es beim nächsten Mal Meerforelle, Hornhecht oder die scheuen Rapfen statt Wasserkugel das „Trout Egg“ vor den Köder zu schalten ?

Der „Horizontalzocker“
Sbirolinos haben sich inzwischen bei vielen Angelmethoden als nützliche Hilfe erwiesen. Sie bringen selbst ultraleichte Köder auf die nötige Wurfweite und Tauchtiefe. Beim Horizontalzocker handelt es sich um eine Sbirolino Weiterentwicklung. Angeboten werden diese in den Tauchtiefen von 0,5 bis 4 Meter.

horizontalzocker.jpg

Die Weitwurfgeschosse sind solide verarbeitet und ebenfalls im unverdächtigen Schwarzton gehalten. Probiert es einfach mal aus – die Bissausbeute wird sich spürbar erhöhen!

Der Forellenteig-Former
Die zwei Plastikscheiben mit der tropfenförmigen Einkerbung wirken auf den ersten Blick zwar sehr unscheinbar, leisten aber unschätzbare Dienste. Denn damit können Teigköder so vorgeformt werden, dass diese beim Einholen extrem verführerisch durch das Wasser Propellern. Kein Wunder, dass der geniale Trilup-I-Forellenteigformer reißenden Absatz fand.

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Der neue “Trilup II” wurde entwickelt, um andere, den Fischen unbekannte Rotationsmuster und Druckwellen – bedingt durch die veränderte Formgebung – produzieren. Das Nachfolgemodell eignet sich speziell für eine langsame Führung, die bei niedrigen Wassertemperaturen oft fängiger ist.

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Und was die Forellen im Teich lockt, das reizt garantiert auch die Vettern im Freiwasser zum Anbiss! Nicht nur die – selbst heikle Döbel verleiben sich den rotierenden Teig-Tropfen bedenkenlos ein.

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Die Regenbogenforelle

Erstellt von dumduku am 30. November 2007

Regenbogenforelle

 

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss, früher: Salmo gairdneri) ist ein ursprünglich aus Nordamerika stammender Salmonide, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England als Speisefisch für den Königshof gezüchtet und ab 1882 durch Hofer auch in Württemberg teichwirtschaftlich erzeugt wurde. Mangels naturschutzrechlicher Einschränkungen wurde sie auch als Angelfisch in den freien Gewässern Europas eingebürgert und gehört heute zum “normalen” Fischbestand in vielen Bächen und Flüssen sowie in den meisten Baggerseen.

Regenbogenforellen, die den Verbrauchern im abgewachsenen Alter auch als Lachsforellen angeboten werden, sind ausgezeichnete Speisefische, die in Teichwirtschaft gezüchtet werden. Sie eignen sich dazu etwas besser als andere heimische Forellenarten, zumal sie auch höhere Wassertemperaturen vertragen (bis 25 °C).

Merkmale

Regenbogenforellen werden bis zu 80 cm lang und 1 kg schwer. Auf hellem Untergrund ist ihr pinker Seitenstreifen deutlich erkennbar, besonders bei jüngeren Männchen in der Laichzeit, während der Körper auf hellem Grund fast nicht sichtbar ist. Die Regenbogenforelle ähnelt der einheimischen Flussforelle, hat auch deren ausgeprägtes Muster von schwarzen Punkten. Sie besitzt außerdem einen kleineren und spitzten Kopf. Der Unterkiefer befindet sich weiter hinten. Der Körper ist mit schwarzen Punkten bedeckt. Dass diese schwarzen Punkte auch auf der Rückenflosse vorhanden sind, ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu alten schwimmern.

Lebensweise

Regenbogenforellen leben als Jungtiere in Schwärmen. Erst ab einem Gewicht von etwa 3 kg beginnen sie ein einzelgängerisches Leben in einem eigenen Revier. Ihre Lebenserwartung hängt stark von der Wasserqualität und von anderen örtlichen Gegebenheiten ab; die meisten Tiere werden allerdings nicht älter als 7 Jahre. Es soll jedoch in Kalifornien einige Regenbogenforellen gegeben haben, die bis 11 Jahre alt geworden sind.

Nahrung

Regenbogenforellen ernähren sich von Insekten, kleinen Fischen wie Elritzen und Koppen und auch kleineren Artgenossen, Fröschen, Würmern, Kaulquappen und Bachflohkrebsen. Insekten jagen sie sowohl unter Wasser (Larven) als auch über bzw. an der Wasseroberfläche.

In der Teichwirtschaft erhalten Regenbogenforellen praktisch ausschließlich Pelletfutter, das im Wesentlichen aus gepresstem Fischmehl, Blutmehl, Fischöl und einem meist pflanzlichen Bindemittel besteht. Die früher verbreitete Nassfütterung mit Schlachtabfällen von Artgenossen ist heute aus seuchenpolitischen Gründen obsolet. Bei der Brutaufzucht kommt es häufig zu Kannibalismus durch sog. Vorwüchser, also rascher wachsende Individuen.

Fortpflanzung

Regenbogenforellen werden mit etwa 2 Jahren geschlechtsreif. Ihre Laichzeit dauert in Mitteleuropa von Dezember bis Mai, in den USA von März bis April. Zum Laichen gräbt das Weibchen in den Kies der Oberläufe von Flüssen mit ihrer Schwanzflosse eine Laichgrube, in welche sie ihre Eier legt. Das Männchen besamt anschließend die Eier, worauf das Weibchen die Grube mit Sand und Kies wieder zudeckt. Die Entwicklung dauert 300 bis 320 Tagesgrade (d. h. bei 10 Grad 30 bis 32 Tage, bei 5 Grad doppelt so lange). Nach dem Schlüpfen tragen die Jungfische noch einen Dottersack, der sie ernährt. Bis dieser aufgebraucht ist, bleiben sie noch in der Nähe der Grube.

Wachstum

Die schnellwüchsigen und agilen Regenbogenforellen verdrängen Bachforellen durch starke Nahrungskonkurrenz häufig aus ihrem natürlichen Habitat. Regenbogenforellen sind die häufigsten Fische in kommerziell genutzten Angel- und Forellenteichen sowie Put-and-take-Seen, die größten Fänge werden regelmäßig im Quellengrund bei Ruppichteroth gemacht. Hierbei werden Einzeltiere aus dänischen Steelhead-Stämmen auf Rekordgewichte von bis zu 20 kg gemästet und wieder herausgefangen. In Dänemark hat sich ein ganzer Wirtschaftszweig auf Zucht und Teichwirtschaft von Großforellen spezialisiert. Über 250 dänische Put-and-take-Seen laden Touristen aus ganz Europa zum Forellenangeln an. Bekannte Forellenseen mit Exemplaren von Großforellen bis zu 14 kg sind z.B. Krusmølle Lystfiskeri, Mjøls Lystfiskeri und Rødekro Lystfiskeri in Südjütland.

Der Weltrekord für das Gewicht einer in einem natürlichen Gewässer gefangenen Regenbogenforelle liegt bei 25 kg, 1970 von D. R. White Nähe Bell Island/Alaska gefangen. An der Auburn University in Alabama werden Karpfen mit Forellengenen gezüchtet, welche verstärkt Wachstumshormone bilden.

Verbreitung

Ursprünglich im Nordwesten der USA und Südwesten Kanadas heimisch, ist die Regenbogenforelle seit 1882 auch in Europa verbreitet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden Laich und junge Fische in viele Regionen der Welt exportiert und dort angesiedelt. Sie leben in Flüssen und Seen, bevorzugen allerdings schnellfließende und klare Gebirgsbäche. Einige der flussbewohnenden Exemplare schwimmen nach einiger Zeit ins Meer und bleiben dort. Wegen ihres blauen Kopfes werden sie auch Stahlkopfforellen genannt. Durch das schnelle Wachstum und den großen Nahrungsverbrauch der Regenbogenforellen können Bestände der einheimischen Bachforellen verdrängt werden.

Quelle:Wikipedia.org

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Forelle

Erstellt von dumduku am 30. November 2007

Forelle ist die unspezifische Sammelbezeichnung für eine Reihe lachsartiger Fische. Meist ist damit die Bachforelle (Salmo trutta) als die in Europa wohl bekannteste Vertreterin der Forellenfische gemeint. Sie ist mit dem atlantischen Lachs (Salmo salar) gattungsverwandt und hat zahlreiche Unterarten:

Bachforelle

Bachforelle

Bachforelle (Salmo trutta forma fario)

Bachforelle (Salmo trutta forma fario)

Systematik
Überordnung: Protacanthopterygii
Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
Familie: Forellenfische (Salmonidae)
Gattung: Salmo
Art: Forelle (Salmo trutta)
Unterart: Bachforelle
Wissenschaftlicher Name
Salmo trutta fario
Linnaeus, 1758

Die Bachforelle (Salmo trutta fario) ist ein zu den Salmoniden zählender Raubfisch. Sie wird auch Flussforelle, Bergforelle oder Fario genannt. Kleinwüchsige Bachforellen in nahrungsarmen Gewässern werden als Steinforelle bezeichnet. Bachforellen werden je nach Nahrungsangebot 20 bis 80 Zentimeter lang.

Lebensweise

Bachforellen besiedeln schnell fließende, kühle Gewässer mit Kies- oder Sandgrund in fast ganz Europa, von Portugal bis zur Wolga. Außerdem Zentralanatolien und die Kaukasusregion. Im Norden kommen sie bis nach Lappland vor. Sie fehlen in Griechenland, Korsika, Sardinien und Sizilien.

Bachforellen sind sehr standortstreue Fische, die ihren Platz nur zur Fortpflanzung verlassen und auch nach Störungen in der Regel an ihre angestammten Plätze zurückkehren. Die erwachsene Bachforelle beansprucht ein eigenes Revier.

Sie ernähren sich je nach Größe und Lebensraum vor allem von Insekten und im Wasser lebenden Insektenlarven, kleinen Fischen wie der Groppe, kleineren Krebstieren sowie von Schnecken. Auch Kannibalismus wird bei Bachforellen oft beobachtet. Sie sind schnell schwimmende Jäger, nehmen aber in Flüssen und Bächen meist vorbeitreibende Beute auf.

Bachforellen laichen zwischen Oktober und Januar. Die Fische fächeln durch schnelle Bewegungen des Schwanzstiels und der Schwanzflosse flache Gruben in steinigen Bodengrund, in denen sie etwa 1000 rötliche 4 bis 5 Millimeter große Eier legen. Die Fischlarven schlüpfen nach 2 bis 4 Monaten. Gelegentlich werden Hybriden aus Bachforelle und Bachsaibling gezüchtet, die wegen ihres markanten Musters Tigerforellen genannt werden.

Die größte jemals gefangene Bachforelle wog 26 kg und wurde aus einem jugoslawischen Stausee gefangen.

Eine besondere Bedeutung hat die Bachforelle als Wirtsfisch für die Glochidien der Flussperlmuschel.

Weitere Formen

Da die Bachforelle in räumlich abgegrenzten Lebensräumen vorkommt, gibt es neben der Salmo trutta fario etwa 15 verschiedene andere Formen.

Die Rhône-Forelle (Salmo trutta rhodanensis) lebt in der Rhône, gelegentlich auch Nebenflüssen. Sie wird im Durchschnitt 25 cm groß, selten bis über 50 cm und erreicht ein Gewicht von höchstens 5 kg. Die Laichzeit ist im April. Zum Laichen graben sie ein ca. 15-30 cm tiefes Loch in den Bodengrund.

Menschen und Bachforellen

In den europäischen Gewässern kam es in der Vergangenheit zu einem starken künstlichen Besatz mit der aus Amerika stammenden Regenbogenforelle, die weniger Ansprüche an die Wasserqualität stellt und schnellwüchsiger ist. Es ist umstritten, ob die Bachforelle dadurch verdrängt werden kann. Sie wird heute mit annähernd gleichem Erfolg wie die Regenbogenforelle teichwirtschaftlich produziert, auch zum Wiederbesatz der Gewässer. Zum Schutz der heimischen Fischarten ist der Besatz mit fremden Arten seit einigen Jahren eingeschränkt.

Die Bachforelle ist ein hervorragender Speisefisch.

Bei Anglern ist die Bachforelle sehr beliebt. Sie wird hauptsächlich mit Kunstköder befischt. Das Angeln mit Naturköder (Würmer, Maden, Heuschrecken) ist an den meisten Gewässern verpönt, da durch das schnelle und vor allem tiefe Schlucken dieser Köder das Zurücksetzen der Forellen, die das Schonmaß noch nicht erreicht haben, sehr schwierig ist.

Meerforelle

Meerforelle

Meerforelle

Meerforelle

Systematik
Klasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
Familie: Forellenfische (Salmonidae)
Gattung: Lachse und Forellen (Salmo)
Art: Forelle (Salmo trutta)
Unterart: Meerforelle
Wissenschaftlicher Name
Salmo trutta trutta
Linnaeus, 1758

Die Meerforelle (Salmo trutta trutta) zählt zu den Forellenfischen (Salmonidae) und gilt als die Stammform der Art Forelle (Salmo trutta). Weitere Namen sind: Ostseelachs (verkaufsfördernder Phantasiename), Strandlachs, Weißforelle, Trump, Silberlachs, Schwarzlachs, Möllitz, Breden, Sülberlaß.

Die Durchschnittsgrößen liegen bei 60 cm. Längen bis 130 cm und Gewichte bis zu 20 kg sind unter günstigen Lebensbedingungen möglich.

Markantes Merkmal ist der lang gestreckte torpedoförmige Körper. Die Seiten sind grausilbern und der Rücken graugrün. Der Bauch ist weiß. Die Fettflosse ist ebenfalls ein sehr bekanntes Merkmal.

Die Meerforelle ernährt sich hauptsächlich von Fischen, kleinen Krebsen und Garnelen.

Dieser Fisch ist verbreitet an den Küsten Europas vom Nordmeer bis zur Ostsee und Biskaya.

Die Meerforelle ist ein anadrom lebender Wanderfisch, der in seiner Lebensweise und seinem Verhalten dem atlantischen Lachs sehr ähnlich ist. Im Meer unternimmt er ausgedehnte Wanderungen und steigt zum Laichen auch bis in die kleinsten Flüsse auf. Die Vermehrung erfolgt im Winter auf kiesigem Untergrund in der Barben- und Äschenregion. Die Eier werden in Laichgruben abgelegt. Die Jungfische bleiben 1 bis 5 Jahre im Süßwasser und wandern dann ins Meer ab. Bei dieser Wanderung können sie Strecken bis zu 40 km am Tag zurücklegen.

Die Schonzeit dauert nach amtlicher Vorgabe mindestens drei Monate. Wie der Lachs ist die Meerforelle im Gewässersystem des Rheins und in den meisten deutschen Flüssen (Ausnahme einige norddeutsche Flüsse) ganzjährig gesetzlich geschützt.

Der Fisch ist an den deutschen Küstengewässern vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember geschützt. (Dies gilt lediglich für die Fische im “Laichkleid” (braun eingefärbt), die “Silbernen” dürfen aber weiterhin gefangen werden.) An den meisten Mündungen der Flüsse ist das Befischen in einem Schutzgebiet, 200 Meter links und rechts vom Auslauf, dann – im rechten Winkel – auch 200 Meter vor dem Ufer dieses Einflusses, während dieser Zeit komplett untersagt

“Absteiger” ist die anglerische Bezeichnung einer Meerforelle nach dem Laichen.

Veränderungen der klimatischen Bedingungen, wie steigende Wassertemperaturen, erhöhen die Aktivität der Meerforellen im Meer und in den Süßwasserläufen. Die „innere Uhr“ signalisiert den Fischen, wann es an der Zeit ist, den Rückweg ins Meer anzutreten. Die braungefärbten Fische sind meist abgemagert und müssen viel Nahrung aufnehmen, um ihre Vitalität schnellstmöglich zu steigern. Zu diesem Zeitpunkt sind die Fische sehr ausgehungert und beißen auf fast alles, was sich bewegt. Es ist keine Kunst sie zu fangen. Unter keinen Umständen sollte man „Absteiger“ mitnehmen, ihr Fleisch ist minderwertig und trocken. Nachdem sie aber einige Monate im Meer verbracht und sich satt gefressen haben, nehmen sie wieder ihre ursprüngliche Farbe an – die silbernen Jäger sind zurückgekehrt.

Seeforelle

Seeforelle
Systematik
Klasse: Knochenfische (Osteichthyes)
Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
Familie: Forellenfische (Salmonidae)
Gattung: Salmo
Art: Forelle (Salmo trutta)
Unterart: Seeforelle
Wissenschaftlicher Name
Salmo trutta lacustris
(Linnaeus, 1758)

Die Seeforelle (Salmo trutta lacustris) ist ein Fisch aus der Familie der Forellenfische. Genetisch ist sie dieselbe Fischart wie die Meerforelle und die Bachforelle.

Die Seeforelle ist auch unter den Namen Blauforelle, Goldlachs und Grundforelle bekannt.

Aussehen [Bearbeiten]

Die Seeforelle hat einen gedrungenen torpedoförmigen Körper, der seitlich etwas zusammengedrückt ist. Der Rücken ist blaugrau bis grünlichgrau, der Bauch hellgrau bis weiß und die Flanken erscheinen silbrig mit vielen unregelmäßig geformten, manchmal x-förmig ausgebildetenschwarzen Flecken. Äußerlich kann man sie von der Bachforelle an ihren fehlenden roten Punkten erkennen. Zur Laichzeit bilden die männlichen Seeforellen (Milchner), wie alle anderen Forellenarten auch, den charakteristischen Laichhaken aus.

Größe

Eine Seeforelle ist je nach Alter und Ernährung zwischen 40-80 cm lang. Die größte, die nach Fischerstatistiken gefangen wurde, war 113 cm lang. Das Limnologische Institut in Lunz am See verfügt aber über ein Alkoholpräparat einer Seeforelle mit 160 cm Länge.

Gewicht

Die Seeforelle wiegt zwischen 0,8 – 5,0 kg. Die schwerste, die gefangen wurde, wog 27,5 kg aus dem Königssee (1976).

Lebensraum und Verhalten

Lebend in Süßwasserseen wird sie bis maximal 140 Zentimeter groß und ernährt sich von Insekten und kleinen Fischen. Verbreitet ist die Seeforelle in Skandinavien, Russland, Großbritannien, Irland und in den Alpen. Die Seeforelle wird meist mit zwei bis drei Jahren laichreif. Zum Laichen steigen die Seeforellen in die Zuflüsse der Seen auf, Laichzeit ist von September bis Oktober. Ist dort ein guter Laichplatz gefunden worden, so beginnt das weibliche Tier (Rogner) in der Seitenlage mit Schwanzschlägen eine 15 bis 30 cm tiefe Grube zu erzeugen. Der weibliche Fisch (Rogner) gibt nun die Eier (Rogen) in die Grube, der männliche Fisch (Milchner)besamt gleichzeitig. Daraufhin deckt der weibliche Fisch die Grube mit dem Laich wieder zu. Dieses Verhalten wiederholt sich in den folgenden Tagen mit wechselnden Partnern dann mehrmals, bis alle Eier abgelegt sind. Die Jungfische wandern dann im Laufe von ein bis zwei Jahren in die Seen zurück. In ihrer Jugend ernähren sich die Seeforellen von Kleintieren und Anflugnahrung, beim Übergang zur Geschlechtsreife dann ausschließlich von Fischen selbst der eigenen Art (Kannibalismus).

Diese Arten von Forellen gibt es auch noch:

  • Aralseeforelle (Salmo trutta aralensis)
  • Gardaseeforelle (Salmo trutta carpio)
  • Bosnische Forelle (Salmo trutta taleri)
  • Korsikaforelle (Salmo trutta macrostigma)
  • Marmorataforelle (Salmo trutta marmorata)
  • Amu-Darya-Forelle (Salmo trutta oxianus)
  • Rhone-Forelle (Salmo trutta rhodanensis)
  • Schwarzmeer-Forelle (Salmo trutta labrax)
  • Balkan-Forelle (Salmo trutta dentex)
  • Anatolische Forelle (Salmo platycephalus)
  • Ezenami-Forelle (Salmo trutta ezenami)
  • Abantgöl-Forelle (Salmo trutta abanticus)
  • Mazedonien-Forelle (Salmo balcanicus)
  • Italien-Forelle (Salmo trutta cettii)
  • Sevan-Forelle (Salmo ischchan)
  • Fibrenosee-Forelle (Salmo trutta fibreni)
  • Wie die anderen Forellen ist diese Art ein räuberischer Süßwasserfisch, der in Bächen und Flüssen lebt. Die Meerforelle wandert, wie der atlantische und die pazifischen Lachse (Oncorhynchus), ins Meer und kommt zum Laichen zurück in die Süßgewässer (Wanderfische), wobei sie beim Durchqueren von Fließgewässern auch Hindernisse wie Wasserfälle, u.U. auch über Fischwege, überwindet.

    Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss, früher Salmo gairdneri) ist mit den pazifischen Lachsen verwandt und wurde als Zuchtfisch aus Amerika eingeführt. Sie wird, wie inzwischen auch die Bachforelle und der Bachsaibling, in großem Stil in Teichanlagen gezüchtet.

    Zubereitung als Speise

    Die Forelle ist ein Speisefisch; eine klassische Art der Zubereitung ist die Forelle nach Müllerinart. Weitere Möglichkeiten der Zubereitung sind etwa, die Forelle als Forelle blau mit Essig gar zu ziehen oder zu räuchern.

    Sonstiges

    Der Dichter Christian Friedrich Daniel Schubart hat der Forelle in seinem Gedicht Die Forelle ein Denkmal gesetzt, das von Franz Schubert als Kunstlied vertont worden ist; von Franz Liszt gibt es eine Transkription des Liedes für Klavier ohne Gesang. Die Melodie aus diesem Lied wird auch in Schuberts Forellenquintett verwendet und variiert.

    Gedichttext:

    In einem Bächlein helle,
    Da schoss in froher Eil’
    Die launige (bei Schubert „launische“) Forelle
    Vorüber wie ein Pfeil.
    Ich stand an dem Gestade
    Und sah in süßer Ruh’
    Des munter’n Fisches (bei Schubert „Fischleins“) Bade
    Im klaren Bächlein zu.

    Ein Fischer mit der Rute
    Wohl an dem Ufer stand,
    Und sah’s mit kaltem Blute,
    Wie sich das Fischlein wand.
    So lang dem Wasser Helle,
    So dacht ich, nicht gebricht,
    So fängt er die Forelle
    Mit seiner Angel nicht.

    Doch plötzlich ward dem Diebe
    Die Zeit zu lang. Er macht
    Das Bächlein tückisch trübe,
    Und eh’ ich es gedacht,
    So zuckte seine Rute,
    Das Fischlein zappelt d’ran,
    Und ich mit regem Blute
    Sah die Betrogene an.

    (von Schubert nicht vertont)
    Die ihr am goldenen Quelle
    Der sicheren Jugend weilt,
    Denkt doch an die Forelle,
    Seht ihr Gefahr, so eilt!
    Meist fehlt ihr nur aus Mangel
    Der Klugheit, Mädchen, seht
    Verführer mit der Angel!
    Sonst blutet ihr zu spät!

    Quelle: Wikipedia.org

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    Angler in diesem Bereich sollten bei Fängen drauf achten ob Transponder in den Fischen enthalten sind. Wenn ja bitte den Transponder einsenden an das Institut für angewandte Ökologie, Neustädter Weg 25 in 36320 Kirtorf-Wahlen Bitte folgende Daten mit beifügen: Ort und Datum des Fanges. Als „ Finderlohn „ gibt es 20€ Belohnung. Die Daten der Transponder sollen Wanderverhalten, Fischaufstiegsverhalten und Aktionsradius der Elbfische erforschen. Der Energiekonzern Vattenfall muss eine größere Fischtreppe am Nordufer des Wehres erbauen als Kompensation für die Kühlwasserentnahme des geplanten Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg Besser wäre gewesen, Vattenfall hätte auf das Kohlekraftwerk verzichtet. Wenigstens soll die Fischtreppe auch funktionieren. Deshalb sendet die Transponder ein, solltet Ihr einen im Fisch finden. Vorsicht bei zu herzhaftem Biss in frischen Fisch aus der Elbe. Es könnte zwischen den Zähnen knirschen und splittern. Denn mehr als 1000 Speisefische, die in der Elbe von der Nordsee flussaufwärts schwimmen, tragen Transponder in ihren Körpern. Die kleinen Funk- und Kommunikationsgeräte im Gewebe sind ungefähr so groß wie Streichhölzer und sollen der Wissenschaft dabei helfen, das geheimnisvolle Leben der Fische unter Wasser zu ergründen. Die Transponder haben einen Eisenkern mit einem Chip darauf, umwickelt mit einer Spule aus Kupferdraht. Die Sende- und Empfangsapparate im Miniformat bestehen außen aus sogenanntem medizinischen Glas. "Der Biss auf einen Transponder ist ungefährlich", sagt Dr. Beate Adam vom Institut für angewandte Ökologie in Kirtorf-Wahlen im Vogelsbergkreis (Hessen). Hier zum Artikel. http://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article1367286/Elbfische-mit-Transponder-unterwegs.html