www.angeltechniken.de

Der Blog für Einsteiger und ambitionierte Angler

Archiv für die 'Weißfisch' Kategorie

Hier geht es um den Bereich “Weißfisch”

Gummizug-Montage an einer Stippe

Erstellt von dumduku am 1. Juli 2008

Der Gummizug dient im Drill als Puffer für große kampfstarke Fische. Er verbirgt sich im oberen Viertel einer Stipprute bis er gebraucht wird.

Da man leider nicht immer alle Einzelteile für so eine Montage parat hat, wie z.B.:

  • Gummizug Endhalterung
  • Gummizug Konnektor
  • Pole Bush
  • Gummizug
  • Gummizug-Spray

Kann man dieses auch mit ganz einfachem Zubehör, welches normalerweise jeder Angler im Angelkasten haben müsste. Lediglich der Gummizug müsste noch zuzätzlich im Angelgeschäft erworben werden.

Durch die gesamte Spitze einer Stipprute wird ein Gummizug mit einem Durchmesser von 0,6 – 1,8 mm gezogen. Der passende Durchmesser des Gummizuges sollte dem Zielfisch angepasst werden, obwohl eine Stärke von 1,0mm vollkommen ausreichend ist.

Am unteren Ende wird der Gummizug durch ein Hölzchen mit zentraler Bohrung oder einen Plastikdübel gehalten.

Direkt vor der Rutenspitze ist dieser Gummizug an einem Tönnchenwirbel befestigt, der sich in einem auf die Rutenspitze gesteckten, biegsamen Kunststoffröhrchen befindet. An diesem Tönnchenwirbel bindet man die Hauptschnur in der erforderlichen Länge.

Den Gummizug in der Rute hält man mit Specksteinpuder oder spez. Gummizugöl geschmeidig. Die Montage verbleibt in der Rutenspitze, vor dem Fischen ist lediglich die Hauptschnur anzubinden.

Fax Online    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Bastelanleitungen, Weißfisch | 1 Kommentar »

Erfolgreich Angeln mit Hanf

Erstellt von dumduku am 11. Mai 2008

Es ist schon viel Unsinniges über das Angeln mit Hanfsaat geschrieben worden. Manche Leute behaupten, daß Hanf die Fische süchtig mache oder eine Rauschwirkung erziele. Meines Erachtens stammen diese Äußerungen von Leuten, die mit diesem superfängigen Kleinstköder nicht zurechtkommen. Sie beneiden einfach versierte Hanfangler um ihre speziell in leicht strömenden oder stehenden, bis 6m tiefen Gewässern erzielten Rotaugen fänge.

Hanfsamen sind in Tierfutterhandlungen und Zoofachgeschäften erhältlich. Ein halber Liter wird über Nacht in Wasser eingeweicht. Am folgenden Tag muss man ihn auf dem Herd leicht köchelnd so weit bringen, dass die Schale so eben aufplatzt und das weiße Innere sichtbar wird. Eine Messerspitze Soda dem Wasser beigeben färbt die Schale dunkel. Ein so behandeltes Hanfkorn sieht wie eine Kleinstmuschel aus und wird eventuell von den Fischen mit dieser verwechselt. Ist das die Erklärung für die enorme Fängigkeit?

Nimmt man so ein richtig gekochtes Korn zwischen die Finger und drückt es in Längsrichtung, öffnet und schließt sich die Schale. So ist es möglich einen Flachstahlhaken der Größe 16 oder 18 neben die Schale in das Korninnere zu schieben. Ein nicht zu lange gekochtes Korn klemmt mit der sich bei nachlassendem Fingerdruck schließenden Schale den Haken ein. Ein mit einem wasserfesten Faserschreiber weißgefärbter Hakenschenkel erhöht die Fängigkeit ungemein. Die vorgenannten Hakengrößen bedingen feinste Vorfächer und diese wiederum feine Rutenspitzen sowie gefühlvolles Hakensetzen. Längliche Spaltbleie schließen eine Verwechslung mit dem Köder aus und verhindern sonst unausbleibliche Fehlbisse.

Ein halber Liter Hanf reicht Geübten für einen Angeltag, da nur äußerst sparsam, etwa mit der einen Teelöffel füllenden Menge bei nachlassender Beißlust angefüttert wird. Hat sich erst einmal ein Schwarm eingefunden, erfolgen blitzartige Bisse oft schon beim Absinken des Köders. Hanfanglen bringt eine kurzweilige Stipperei, die höchste Konzentration erfordert. Die sonst so gern mitgeführte zweite Rute ist überflüssig, weil nicht mehr bedienbar.

Wer nicht schon nach ersten Misserfolgen die Rute in das Gras wirft, wird nach etwas Übung mit rotbeflossten Silberlingen reich belohnt.

Free PDF    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Naturköder, Weißfisch | Keine Kommentare »

Angeln auf Plötzen im Frühjahr

Erstellt von dumduku am 5. März 2008

Startschuss frei für die Plötze, auch Rotauge oder Schwal genannt.

rotauge.JPG

Durch häufige Wechsel zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten, plötzliche Kälteeinbrüche und Hochwasser – der März ist wirklich nicht der ideale Angelmonat. Trotzdem sollte man die ersten Angeltouren mit der Stippe planen, denn die Frühjahrsplötzen sitzen schon in den Startlöchern.

Man sollte für das Frühjahr Gewässer mit leichter bis mittlerer Strömung lokalisieren, dort stehen die Fische in den tiefen Stillwasserbereichen, Strömungsrinnen und Gumpen. Auch sehr gute Hot-Spot´s sind die Bereiche vor und hinter Wehren, Brücken und Stegen. Für das Stippangeln sind die Mittagsstunden sonniger und windstiller Tage zu empfehlen. Besonders bei stabiler Schönwetterlage – wenn das Thermometer schon mal an die 15 Grad klettert, kommen die Plötzen so richtig in Schwung.

Besonders gute Erfolge hat man im Frühjahr mit der leichten Floßangel und der laufenden Grundangel. Dazu eine leichte Federkielpose ( Tr.: 0,5 – 2,0g ) an einer 0,15er starken Schnur, mit einem 0,10er Vorfach reichen für den Plötzenfang vollkommen aus und als Haken sollte man ganz feine wählen wie z.B. die Größen von 13 bis 18.

Um ein ausschlitzen der Haken zu vermeiden, sollte man beim Angeln mit Stationärrollen Ruten von 3,80 – 6,00 Meter benutzen. Beim Stippangeln können schon mal Längen von 19 Metern nötig sein, im Normalfall reichen aber 6-7 Meter Stippruten völlig aus.

Gute Köder wären der Rotwurm, die Made oder den Mehlwurm. Dazu sollte man auch die Angelstelle anfüttern, aber nicht so viel wie im Sommer.

Hier ein kleines erfolgreiches Rezept:

  • 40% Zwiebackmehl
  • 20% Paniermehl
  • 10% Mehl
  • 10% Maismehl
  • 10% Biskuitmehl
  • 5% gemahlener Hanf ( geröstet )
  • 5% Nussmehl ( geröstet )

Diese Mischung kann man sicherlich auch an anderen Gewässern verwenden. Zu beachten ist aber, das Plötzen ihr Futter lieber etwas schärfer und auch herb mögen. Darum sollte man dem Plötzenfutter verschiedene Lockstoffe zuführen wie z.B. Cumin, Anis oder Koriander. Falls man das Futter nicht selber mischen möchte, gibt es im Fachhandel spezielles Plötzenfutter. Oft kann man beobachten, dass Angler ihre verpuppten Maden ( genannt Castern ) wegwerfen. Dies sollte man nicht tun, denn diese Castern sind sehr fängig auf Plötzen und je heller die Puppen, umso fängiger sind sie.

ploetze.jpg

Etwas später in der Saison kann es passieren, dass an der angefütterten Stelle zwar reichliche Plötzen vertreten sind, diese jedoch nicht an unseren Köder herankommen. Der Grund: Gierige Ukeleis stürzen sich auf alles was in ihr Maul passt – schnappen den Plötzen die Maden regelrecht vor der Nase weg.

Weitere Informationen zur Plötze bzw. Rotauge sind hier zu finden !

PDF Creator    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Weißfisch | 2 Kommentare »

Angeln auf Brassen im Frühjahr

Erstellt von dumduku am 4. März 2008

Die meisten Brassenangler bevorzugen den späten Mai – dann ist es nämlich schön bequem, die laichvollen Fische aus den riesigen Schwärmen heraus zu fangen, die am Gelege entlang ziehen. Ehrlich gesagt, mir macht es persönlich kein Spaß in dieser Zeit auf Brassen zu angeln. Das wäre ja fast so, als würde man mit einer Schrotflinte in einen Hühnerstall hinein ballern.

brassen.jpg

Die Brassenjagd im ersten Quartal des Jahres hingegen fordert den ganzen Angler und belohnt den Erfolgreichen mit überdurchschnittlicher Beute. Während die jüngeren Fische sich hauptsächlich von Plankton und Insektenlarven ernähren, die sich von Wasserpflanzen abweiden, bevorzugen die Kapitalen Brassen rote Mückenlarven, daraus folgt: Die kleineren Brassen befinden sich im Litoral, das ist die Gewässerregion bis zu einer Tiefe von 4 Metern – die großen Brassen hingegen tummeln sich im Tiefenbereich und zwar dort, wo der Grund sehr schlammig ist. Da finden sich nämlich die meisten Mückenlarven.

Kiesbänke und steiniger Grund sind nichts für Brassen – ob im Sommer oder Winter. In der kalten Jahreszeit stehen die Brassen in den tiefsten Gewässerabschnitten. Dort sinkt die Temperatur nie unter vier Grad ( abgesehen von sehr schnell fließenden Gewässer, wo sich Grundeis bildet ), weil Wasser bei dieser Temperatur am schwersten ist und immer zum Grund sinkt, noch kälteres Wasser damit wieder nach oben drückt. In solchen unterseeischen Senken finden sich die Brassen zu riesigen Schwärmen zusammen.

Das Fische bei diesen Temperaturen nicht beißen ist ein Irrtum. Denn sie fressen nur nicht mehr so viel und lange wie in der wärmeren Jahreszeit. Deshalb sind die Beißzeiten zwar kürzer aber viel ausgeprägter! Die Stellen wo die Brassen sich jetzt aufhalten sind sehr schwer vom Ufer aus zu erreichen, ein Boot wäre hier sicherlich von Vorteil.

Auch hier sollte sehr fein gefischt werden, das bedeutet:
Die Montage sollte aus einem 12er Vorfach und einem 12-16er dünndrähtigen Haken bestehen. Die Pose sollte höchstens 5 Gramm tragen und ganz sensibel austariert werden. Da die Angeltiefe recht hoch ist, sollten recht lange Posen verwendet werden. Die bebleiung der Montage sieht in etwa so aus, dass ein Drittel der Beschwerung 10 Zentimeter über dem Haken sitzt, der Rest folgt über dem Vorfach. Der Köder wird so ausgelotet, das er 2-5 Zentimeter über dem Grund schwebt.

In der kalten Jahreszeit kommen nur tierische Köder auf den Haken wie z.B. Zuckmückenlarven und kleine Mistwürmer. Maden und Mehlwürmer werden weniger gern genommen, sind aber manchmal auch ein sehr erfolgreicher Köder.

mistwurm.jpg zuckmueckenlarve.jpg

Mit Lockfutter in der kalten Jahreszeit sollte wie auch bei den Plötzen und Schleien sparsam umgegangen werden.

Hier ein kleines Lockfutter-Rezept:

  • 40% Paniermehl
  • 30% Würmstückchen
  • 10% zerstoßende Eierschalen
  • 20% Mehl
  • enige Tropfen Lockstoff ( fischähnliche Stoffe )

Aus diesen Zutaten knetet man nussgroße Bällchen, 10 Futterbällchen reichen für eine Fläche von 10 Quadratmetern.

Wer den Biss eines kapitalen Brassen nicht kennt, glaubt oft das er einen Hänger hat. So einen „Klodeckel“ wie er gerne genannt wird aus 12 Metern Tiefe nach oben zu befördern, ist nämlich gar nicht so leicht.

PDF erstellen    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Weißfisch | Keine Kommentare »

Angeln auf Schleie im Frühjahr

Erstellt von dumduku am 4. März 2008

Für die meisten Angler ist die Schleie ein typischer Sommerfisch. Die wirklich kapitalen Brocken werden aber im Frühjahr gefangen, wenn die ersten lauen Winde den Frost vertrieben haben. Das liegt daran, dass die Großschleien besonders früh damit beginnen. Nach Kleintieren zu gründeln. Der April ist für also die Hohe Zeit des Schleienangelns.

schleie.jpg

Sehr gute Angelstellen findet man an kleinen Gewässern, die nicht von dichtem, hohem Wald umgeben sind, also den wärmenden Sonnenstrahlen gut ausgesetzt sind. Ungeeignet sind demnach tiefe Gewässer, die mit Bäumen gesäumt sind.

Wenn der warme Frühlingswind weht, postiert man sich am besten an dem Ufer, auf das der Wind steht; Dort drückt der Wind das erwärmte Oberflächenwasser nach unten – die Fische bevorzugen diesen Gewässerbereich. Ist es aber sonnig und Windstill, dann tummeln sich die Schleien auch schon mal in den flacheren Bereichen eines Gewässers. Gute Hot-Spot´s wären vor Krautfeldern oder dem Gelege, dort ist Erfolg fast garantiert.

Die Ruten ( Match- und Teleskopruten ) für den Schleienfang sollten ein Wurfgewicht von 10-40g haben und eine Länge deutlich über drei Meter überschreiten. Als Schnur sollte man eine 0,22 bis 0,28er wählen und das Vorfach sollte eine Dicke von 0,18er nicht unterschreiten. Eine gute Zweipfündige Schleie zerfetzt sonst das Vorfach und schleppt tagelang den abgerissen Haken im Maul mit sich herum, dies wäre unwaidgerecht.

Man sollte leicht überbleite Posen oder versenkte Posen wie z.B. aus Federkielen und Stachelschweinborsten verwenden, die sind für diese Angelei ideal, da diese sehr empfindlich in der Bissanzeige sind. Bei der überbleiten Pose sollte höchstens 2 Zentimeter über den Wasserspiegel ragen und das unterste Bleischrot darf nicht mehr als 20 Zentimeter vom Haken entfernt sein, sonst reagiert die Montage wieder deutlich träger auf den Anbiss.

Bei spiegelglattem Wasser wäre die Montage mit einer versenkten Pose von Vorteil. Dabei wird der schlanke Schwimmer so extrem austariert, dass er mit der Spitze unter der Wasseroberfläche hängen bleibt – nur noch von der Oberflächenspannung des Wassers gehalten. Diese Montage ist perfekt, um auch auf vorsichtigste Bisse reagieren zu können!

Als Köder kämen z.B. folgende in Frage:

  • kleine Bündel Laubwürmer
  • kleine Bündel Rotwürmer
  • Stückchen von Tauwürmern
  • köchertragende Larven (Sprock)

Auch hier sollte man vorzugsweise Anfüttern, aber man sollte man keine Futterstellen, sondern Futterspuren legen. Das sind Streifen, die im rechten Winkel zur Uferlinie verlaufen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass vor überziehende Fische angelockt werden. Das Lockfutter wird ganz einfach aus Tauwurmstückchen und gequollenem Weizen hergestellt, welches man vermischt und mit Sand vom Gewässer ( oder Gartenerde ) zu einer Kugel formt.

Wichtig ist auch, das am Angelplatz strikte Ruhe herrschen sollte, die Schleien sind sehr empfindlich. Wenn möglich sollte man den gehakten Fischzügig vom Fangplatz wegführen und abseits ausdrillen, dann hat man gute Aussichten auf weitere Fänge.

PDF Converter    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Weißfisch | 5 Kommentare »

Forellenteichangeln – abgeleite Ideen für das Freiwasser

Erstellt von dumduku am 13. Februar 2008

Nicht jeder kann sich für das Forellenteichangeln begeistern, aber Fakt ist jedoch: Die Montagen werden immer ausgeklügelter und lassen sich auch auf das Freiwasser bzw. Wildwasser übertragen.

teichanlage_a.jpg

Forellenpuff – wer kennt ihn nicht, den despektierlichen Ausdruck, der die mehr oder minder schönen Teichanlagen beschreibt. Größtenteils sind es künstliche Gewässer, in die Fangreife Forellen eingesetzt werden. Ich persönlich fische lieber im Wildwasser auf frei lebende Fische, aber jedem das seine!

teichanlage_b.jpg

Umso mehr finde ich es bemerkenswert, welche rasante Entwicklung in den letzten Jahren stattgefunden hat. Inzwischen sind die Montagen fast so speziell wie beim Stippen auf Meisterschaften. Unzählige Rigs ( Montagen ) beweisen, dass man sich richtig Gedanken gemacht hat. Vor allem auch beiden einzelnen Herstellern.

Hier möchte ich mal ein paar kleine Teilchen vorstellen:

Der „Bodentaster“
Die knapp über Grund schwebende „Zigarre“ gewährleistet durch die oben liegende Schnurführung freien Abzug für beißende Fische. Im Gegensatz zum Tiroler Hölzl richtet sich der Bodentaster, einmal am Grund angekommen, jedoch steil auf. Also kein Einsinken und kein seitliches Wegkippen mehr. Dadurch schöpfen die Fische beim nehmen des Köders wirklich kaum Verdacht. Ein ganz entscheidender Pluspunkt, der bei vorsichtig beißenden Räubern wie Zander, Barsch und Aal stark ins Gewicht fällt.

bodentaster.jpg

Die Montage ist sehr leicht: einfach den Bodentaster auf die Hauptschnur fädeln. Danach folgt eine Gummiperle als Knotenschutz, schließlich der Karabinerwirbel. Jetzt nur noch das gut meterlange Vorfach einhängen und schon kann der Ansitz beginnen. Entweder mit Köderfisch oder Tauwurm und zwar am besten schwebend. Dazu einfach eine auftreibende Pilotkugel vor dem Haken platzieren. Der Köfi, dessen Schwimmblase unversehrt sein sollte, kann alternativ auch mit durch das Maul eingeführten Styroporstreifen schwimmfähig gemacht werden, der Wurm mit injizierter Luft.

Diese Montage ist wie geschaffen für das aktive Fischen, dazu wird der Bodentaster alle fünf Minuten einen Meter eingekurbelt. Vor allem bei den neugierigen Barschen macht die Bewegung den Unterschied.

Das „Trout Egg“
Das unten – für den Fisch –unauffällig schwarze, oben jedoch gelbe – für den Angler – umso besser sichtbare Ei adaptiert im Prinzip die gute, alte Wasserkugel. Allerdings viel durchdachter! Denn bislang hieß es immer: Farbige Wasserkugeln scheuchen, transparente jedoch viel weniger stimmt. Das stimmt so nicht mehr !

trout_egg_a.jpg

Denn die Forellenteich-Spezis haben herausgefunden, dass durchsichtige Wasserkugeln eine ebenfalls nicht unbeträchtliche Scheuchwirkung haben. Matt-Schwarz ist nachweislich die am wenigsten verdächtige Farbe. Weitere Pluspunkte gegenüber der Wasserkugel: Das 20 Gramm wiegende „Trout Egg“ muss nicht mit Flüssigkeit betankt werden und die waagerechte durchlaufende Schnur gewährleistet reibungslosen Abzug.

trout_egg_b.jpg

Also, wie wäre es beim nächsten Mal Meerforelle, Hornhecht oder die scheuen Rapfen statt Wasserkugel das „Trout Egg“ vor den Köder zu schalten ?

Der „Horizontalzocker“
Sbirolinos haben sich inzwischen bei vielen Angelmethoden als nützliche Hilfe erwiesen. Sie bringen selbst ultraleichte Köder auf die nötige Wurfweite und Tauchtiefe. Beim Horizontalzocker handelt es sich um eine Sbirolino Weiterentwicklung. Angeboten werden diese in den Tauchtiefen von 0,5 bis 4 Meter.

horizontalzocker.jpg

Die Weitwurfgeschosse sind solide verarbeitet und ebenfalls im unverdächtigen Schwarzton gehalten. Probiert es einfach mal aus – die Bissausbeute wird sich spürbar erhöhen!

Der Forellenteig-Former
Die zwei Plastikscheiben mit der tropfenförmigen Einkerbung wirken auf den ersten Blick zwar sehr unscheinbar, leisten aber unschätzbare Dienste. Denn damit können Teigköder so vorgeformt werden, dass diese beim Einholen extrem verführerisch durch das Wasser Propellern. Kein Wunder, dass der geniale Trilup-I-Forellenteigformer reißenden Absatz fand.

trilup_former_a.gif

Der neue “Trilup II” wurde entwickelt, um andere, den Fischen unbekannte Rotationsmuster und Druckwellen – bedingt durch die veränderte Formgebung – produzieren. Das Nachfolgemodell eignet sich speziell für eine langsame Führung, die bei niedrigen Wassertemperaturen oft fängiger ist.

trilup_former_b.gif

Und was die Forellen im Teich lockt, das reizt garantiert auch die Vettern im Freiwasser zum Anbiss! Nicht nur die – selbst heikle Döbel verleiben sich den rotierenden Teig-Tropfen bedenkenlos ein.

PDF    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Allgemeines, Angelmontagen, Angeltechniken, Forelle, Weißfisch | 1 Kommentar »

Angeln auf Rotaugen – Ein Überblick !

Erstellt von dumduku am 25. Januar 2008

Für die meisten Angler war der erste Fisch des Lebens ein Rotauge, da sich die kleinen Exemplare sehr leicht fangen lassen. Will man aber an die kapitalen Rotaugen ran, muss man sich schon etwas einfallen lassen um so einen Fisch an den Haken zu bekommen.

Rotaugen zählen zu den wenigen Fischarten, die das ganze Jahr gefangen werden können. Besonders beim Eisangeln ist das Rotauge ein sehr willkommener Gast. Leider verhält sich das Rotauge in der kalten Jahreszeit sehr lethargisch und nimmt nur sehr kleine Happen als Nahrung auf. Pflanzliche Köder werden meist möglich vom Rotauge ignoriert. Das Anfüttern in der kalten Jahreszeit sollte man deswegen auf ein Minimum reduzieren.

eisangeln_rotauge.jpg

Als Topköder zählt natürlich die Made, welche von den meisten Anglern benutzt wird. Doch auch Mais, Brot, Teig und kleine Rotwürmer sind auch sehr beliebt beim Rotauge.

made_wuermer.JPG

Will man viele Fische bzw. Rotaugen fangen, sollte man einige Stipp-Angler-Tricks anwenden. Mit Kopf-, Match- oder Bologneserute ist man auf dem richtigen weg, wenn man das Gewässer genau auslotet und den Köder über Grund etwa 3 bis 5 cm im Stillwasser präsentiert. Anfüttern sollte man mit nicht so schwerem Futter und eine hohen Anteil von Rösthanf im Futter, welches eine besonders starke Lockwirkung auf die Rotfeder ausübt.

Große Rotaugen findet man meistens in größeren Seen mit einem hohen Nährstoffaufkommen, aber auch im Brackwasser großer Flüsse. In Gewässern wo der Raubfischbestand enorm groß ist, werden Rotaugen extrem kurz gehalten. Genau dort gibt es nicht viel Fisch, aber dafür viele große Fische.

Einen Köder um große Rotaugen zu selektieren gibt es tatsächlich und dazu nicht nur einen. Zum einen kann man Karpfen-Boilies von einem Durchmesser von 10mm verwenden, Karpfenangler melden nämlich immer mehr Fänge von großen Rotaugen auf Ihren Boilies. Und der gute alte Tauwurm ist immer ein Versuch wert, sollte aber nur in Gewässern probiert werden wo der Barsch & Aal nicht zu stark vorkommt.

boilie_tauwurm.JPG

Für welche Angelmethode man sich entscheidet liegt vor allem an den zu befischten Gewässern.
In großen Flüssen und tiefen Talsperren sitzen die kapitalen Rotaugen weit vom Ufer entfernt, hier sollte man es wirklich mit dem Futterkorb versuchen. Kleine Bäche und Flüsse kann man aber ruhig ganz normal mit der Pose befischen.

Das Vorfach sollte nie zu kurz sein, den spüren die Rotaugen den geringsten Widerstand, spucken sie den Köder gleich wieder aus und der Anhieb geht ins leere.

Also die richtige Taktik ist für ein erfolgreiches Angeln auf Rotaugen stets von Vorteil.
In Gewässern mit vielen Rotaugen sollte man sich den Futterneid der Fische zunutze machen und mit kleinen Ködern angeln. Am besten bringt man im Fluss Maden mit einem geschlossenen Futterkorb aus. So legt man eine Futterspur, der die Fische folgen. Sie lesensäuberlich jede einzelne Made auf und geraten in einen richtigen Fressrausch. So sind sie leicht zu fangen.
Anders sieht es in verkrauteten Gewässern aus, in denen nur wenige Rotaugen vorkommen. In solchen Gewässern sind Maden als Köder oft zu klein und werden im Kraut nicht von den Fischen wahrgenommen. Hier greife ich zu größeren Ködern, die sich besser vom Grün abheben, zum Beispiel einer großen Brotflocke. Die wird von den Fischen leicht erkannt und oft sofort genommen. Die feine Posenmontage bestückt mit einer Brotflocke ist auf Rotaugen oft kaum zu schlagen.

Zum Schluss noch drei Zeichnungen, woran man erkennen kann ob es sich um eine Rotauge handelt und nicht um eine Rotfeder oder Aland. Die meisten Jungangler haben noch nicht die nötige Erfahrung um diese Fischarten zu unterscheiden. Selbst die Profis haben da noch so ihre Schwierigkeiten.

rotauge.JPG

 

  • Augenkreis ist rot
  • Rückenflossenansatz über dem Ansatz der Bauchflosse
  • Schuppen in der Seitenlinie ca.39-48
  • Maul endständig
  • gerundete Bauchkante zwischen Bauch- und Adterflosse

rotfeder.JPG

 

  • Augenkreis ist goldgelb
  • Vorderende der Rückenflosse hinter dem Bauchflossenansatz
  • Schuppen in der Seitenlinie ca. 40-42
  • Maul oberständig
  • scharfe (gekielte) Bauchkante zwischen Bauch- und Afterflosse

aland.JPG

 

  • Augenkreis ist gelb
  • Schuppen in der Seitenlinie ca. 55-60
  • Maul endständig

Weitere Informationen zur Plötze bzw. Rotauge sind hier zu finden !

PDF Drucker    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Weißfisch | 5 Kommentare »

Brachse / Brasse (allgemein)

Erstellt von dumduku am 5. Dezember 2007

Die Brachse, auch Brachsen, Brachsme, Brasse, Bresen oder Blei genannt, (Abramis brama) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae).

 

Brassen

Merkmale

Die 30 bis 50 cm (Ausnahmefische bis 85 cm) langen und bis zu 7 kg schweren Brachsen sind seitlich sehr stark abgeflacht und hochrückig, das stumpfe Maul ist leicht unterständig, die Augen verhältnismäßig klein. Auffällig ist die grünlich glänzende, schwarze bis bleigraue oder bleiblaue Färbung auf dem Rücken, der die Fische den Namen Blei verdanken. Die Seiten glänzen metallisch, der Bauch ist weißlich mit Perlmuttglanz. Bei älteren Brachsen kommt ein lichter Bronze- oder goldgrüner Ton durch.
Die Schuppen sind stark mit Schleim bedeckt. Die Rückenflosse ist 12-, die Afterflosse 26- bis 31-strahlig. Bis auf die Brustflossen sind die Flossen dunkelgrau, die mittelgrauen Brustflossen der Brachsen sind lang und reichen angelegt bis an den Ansatz der Bauchflossen heran. Dadurch unterscheiden sie sich vom Güster (Blicca bjoerkna), mit dem sie manchmal verwechselt werden.
Durch gleichzeitige Laichzeiten vermischen sich Eier und Samen von Blei und Güster (und anderen Weißfischen), dadurch entstehen sogenannte Bastardfische, die sich aber anhand der Anzahl und Verteilung der Schlundzähne unterscheiden lassen.
Die Brachsen können unter idealen Bedingungen ein Alter von etwa 16 Jahren erreichen.

Vorkommen

Die Brachsen sind in Europa nördlich der Alpen und Pyrenäen sowie auf dem Balkan weit verbreitet, im Osten findet man sie bis zum Kaspischen Meer, dem Schwarzen Meer sowie dem Aralsee. Die Unterart Abramis brama danubii lebt im Donaudelta und A. b. orientalis im Gebiet des Kaspischen Meeres und des Aralsees.
Die Brachsen leben in der Regel in der sogenannten Brachsenregion, sehr langsam fließenden Flüssen (vor allem in Unterläufen) und in Seen mit einem hohen Nährstoffanteil und schlammigem Grund. Sie leben in kleinen Schwärmen bodennah im Uferbereich. Ein ebenfalls großes Vorkommen der Brachsen findet sich in Strömen, Kanälen für die Binnenschiffahrt, Flußhäfen, Seen, Talsperren, Parkteichen und Baggerseen, wo Brachsen oft einen idealen Lebensraum finden.

Gewicht und Größe

Brachsen können unter idealen Bedingungen bis maximal 85 cm und über 8 kg schwer werden, so auch der dt. Rekordfisch, gefangen im Jahr 2000. Die größten Brachsen Deutschlands werden regelmäßig im Ismaninger Speichersee bei München, im Wertach-Stausee bei Schwabmünchen, Forggensee und in den Zuflüssen des Bodensees gefangen. Auch in Dänemark und Schweden werden Brachsenfänge bis 15 Pfd. gemeldet. In Norddeutschland gilt die Wilster Au westlich von Hamburg als Geheimtipp für besonders große “Klodeckel”-Brachsen. Zu den besten Brachsengewässern Deutschlands zählen große Stauseen, wie z. B. die Möhnetalsperre oder der Völkermarker Stausee in Österreich. Dort werden regelmäßig große Brachsen gefangen. Rekord-Brachsen gab es auch aus Weser (zweitbestes Brassengewässer Deutschlands neben dem Ismaninger Stausee), Rhein, Isar, Lech, Donau, Elbe, Alz, Segeberger See, Rottach, aus dem Bodensee, dem Großen Plöner See und der Ostsee. Auch in Norddeutschland, in der Lecker Au, wurden Rekord-Brachsen gefangen. Auch kleinere Gewässer wie die Schwalm bei Mönchengladbach können vereinzelt mit 6 kg schweren Brachsen aufwarten.

Großbrachsen werden sowohl in kleinen Kiesgruben als auch in größeren Seen gefangen. Ein geringer Fischbestand, starker Pflanzenbewuchs und ausreichend Raubfische (hauptsächl. Hechte und Barsche), welche den Jungfischbestand stark reduzieren sind ideale Voraussetzungen. Der hohe Raubfischdruck bewirkt, dass nur wenige Brachsen eines Jahrgangs übrigbleiben und somit das vorhandene Nahrungsangtebot voll ausschöpfen können. Nicht nur Brachsen wachsen in diesem Gewässertypus besonders gut ab, sondern auch Karpfen und andere Weißfische wie z.B. Rotaugen. Der relativ flache und sehr nahrungsreiche Ismaninger Speichersee erfüllt all diese Bedingungen und enthält deswegen auch eine hervorragende Brachsenpopulation aus großen und starken Einzeltieren, welche überdurchschnittlich schnell abwachsen und hohe Endgewichte erreichen. Im Alter von 8 Jahren erreichen Brachsen eine Länge von ca. 40/50 cm. Bei einer Länge von 60 cm wiegen Brachsen im Schnitt 3 bis 3,5 kg. Brachsen bevorzugen Gewässer mit schlammigem Grund und Unterwasserpflanzenteppichen, welche Deckung und Nahrung bieten. Kapitale Brachsen ziehen in kleinen Schwärmen oft in größerem Abstand zum Ufer durch das Gewässer und suchen aus Vorsicht meist nur nachts die flacheren Uferbereiche auf. Größere Brachsen findet man häufig an den Abbruchkanten von Landzungen, an der Scharkante oder in flacheren Stauseen im alten Fluß- oder Bachbett.

Brachsen werden mit der englischen Wagglerpose oder mit der Feedermontage gefangen. Selektiv auf den Fang Großbrachsen können unter Umständen Hakenköder wie Tauwürmer, Maiskörner oder Caster (verpuppte Maden) wirken. In von Menschen stark frequentierten Gewässern wie Baggerseen werden Brachsen ähnlich scheu wie Karpfen und schwerere Exemplare können dann meist nur noch bei Dämmerung oder Nacht gefangen werden. Kleinere Exemplare der Brachsen werden zu allen Tages- und Nachtzeiten in größerer Anzahl gefangen. In Europa sind die Skanderborgseen und die Gudenau in Dänemark Rekordgewässer für Massenfänge. Quelle: Arnout Terlouw u. Sven Heiting (BLINKER 3/2004)

Ernährung

Ihr Maul ist vorstülpbar und hilft den Brachsen bei der Suche nach Zuckmückenlarven, Schlammröhrenwürmern, Muscheln und Schnecken im weichen Schlamm. Ihnen dienen aber auch Wasserpflanzen oder Plankton als pflanzliche Nahrung. Bei schlechter Ernährung kommt es bei den Brachsen zum so genannten Messerrücken, der Bildung einer sehr scharfen Rückenkante. Brachsen können vor allem in größeren Strömen und Seen große Schwärme bilden, welche wie Staubsauger den Boden durchwühlen, Nahrungsvorräte an einem Ort sehr schnell aufbrauchen und dann unruhig weiterziehen, sie bilden wie andere Friedfische sogenannte Brachsenstraßen, Futterrouten durch das Gewässer, welche zu verschiedenen Tageszeiten aufgesucht werden. Der Weg eines Brachsenschwarmes ist im flachen Wasser leicht durch aufsteigende Bläschen von Sumpfgas bemerkbar, welche beim Durchwühlen des Bodens freigesetzt werden.

Fortpflanzung

Die Laichzeit der Brachsen liegt im April bis Juli und dauert etwa zwei Wochen. Bei plötzlichem Wetterumschwung wird das Laichen unterbrochen und später fortgesetzt. Während der Laichzeit fällt beim Männchen an Körper und Kopf deutlich ein Laichausschlag auf. Bei mitunter heftigen Laichspielen legen die Weibchen ihre 150.000 bis 300.000 klebrigen Eier von 1,6 bis 2 mm Durchmesser an Wasserpflanzen ab, in Gebieten ohne Wasserpflanzen werden sie auch an Steine oder Wurzeln geklebt. Die Larven schlüpfen nach drei bis zwölf Tagen und heften sich mit speziellen Klebedrüsen ebenfalls an Wasserpflanzen fest, bis ihr Dotter verbraucht ist. Nach drei bis vier Jahren sind die Tiere geschlechtsreif.
Besonders in flachen und nährstoffreichen Seen Norddeutschlands führt das enorme Vermehrungspotential der Brachsen zu Massenentwicklungen, die dann oftmals mit stagnierendem Individualwachstum verbunden sind, das nennt man Verbuttung. Brachsen können wie Flußbarsche und Rotaugen in Kleingewässern wie z.B. Regenrückhaltebecken ohne Hechte und Zander stark verbutten und zu Zwergwuchs neigen, wenn Raubfische fehlen. Bedingt durch die hohe Individuendichte der verbutteten Brachsen, die dann selten über 10 cm lang werden und im Vergleich zum Körper ungewöhnlich große Augen besitzen, ist deren Bestand in einen solchen Gewässer extrem krankheitsanfällig. Innerhalb kürzester Zeit sind die verbutteten Brachsen frühzeitig geschlechtsreif und begründen die nächste Generation von Miniaturfischen. Setzt man diese Fische in ein Gewässer mit hohem Nährstoffangebot ein, so entwickeln sie sich wieder völlig normal. In freien Gewässern bilden Brachsen einen Großteil der Fisch-Biomasse.

Gefährdung und Schutz

Eine Gefährdung der Brachsen ist noch nicht absehbar, da sie sich gut an anthropogene Gewässerbeeinflussungen und deren Folgen anpassen können. Wiederholt fallen regelmäßig ganze Jahrgänge der Brachsen aus, die Jungfische überstehen den ersten Winter vermutlich aus Nahrungsmangel (Ursachen unbekannt) nicht. Man kann dies als natürliche Populationsregulation der Art sehen, es gefährdet ihren Fortbestand nicht! Brachsen haben wie alle Weißfische eine starke Vermehrungsrate und bevölkern die trägen, langsamfließenden Unterläufe großer Flüsse und warmer Seen als Leitfische (“Brachsenregion“) in einer sehr großen Zahl.

Ökonomie

Im Vergleich mit historischen Angaben ist vor allem ein Verlust des wirtschaftlichen Absatzes zu verzeichnen. Wegen des grätenreichen Fleisches nimmt die früher als Brotfisch verkaufte Brachse kaum noch Einzug auf unseren Speiseteller. Aufgrund der Einwanderung von Osteuropäern gewinnt die Brachsen leicht an Bedeutung, ca. EUR 3,- werden pro Kilo Brachsenfilet aus einem sauberen unbelasteten Gewässer bezahlt[1].

Zur Ökonomie gehört auch der anglerische Fang des Brachsen. Brachsen werden in der Regel beim Stipp- oder Feederangeln (Angeln mit Pose oder eine bestimmte Form des Grundangelns) gefangen. Köder sind Regenwürmer, Maden, Mais, auch kleine Boilies besonders für kapitale Brachsen ab 2,5 kg aufwärts. Das größte Problem bei der Suche nach Großbrassen ist, entsprechende Gewässer zu finden, in denen große Brassen vorkommen (s. Vorkommen). Das mag trivial erscheinen, doch wie alle Weißfische (Gesamtheit aller Karpfenfische mit Ausnahme von Karpfen und Schleien) neigen Brachsen bei Überpopulation zur Verbuttung. Verbuttung bedeutet, dass die Fische mit jeder Generation kleiner werden. Intensives Beangeln – sog. Hegefischen – durch die Angelvereine sorgt dafür, dass die Durchschnittsgröße und das Durchschnittsgewicht der Brachsen in einem Gewässer mit den Jahren ansteigt.

Quelle: Wikipedia.org

PDF Download    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Weißfisch | Keine Kommentare »

Rotfeder (allgemein)

Erstellt von dumduku am 5. Dezember 2007

Merkmale

Größe: 20-30 Zentimeter, max. bis 50 cm. Gewicht: 250–300 g, max. 2–3 kg. Körperform: Rotfedern haben einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper. Die Bauchkante ist zwischen Bauchflossen und After gekielt. Flossen: Das Vorderende der Rückenflosse liegt deutlich hinter dem Bauchflossenansatz. Die Brustflossen haben 16–17 Strahlen, die Rückenflosse hat 10–12 und die Afterflosse 12–14 Strahlen. Schuppen: Die Rotfeder besitzt 40–43 große Rundschuppen entlang der Seitenlinie. Färbung: Rücken und Kopfoberseite sind graugrün bis braungrün gefärbt. Die Flanken sind heller und glänzen messingfarben. Die Bauchseite ist silberfarben. Bauchflossen, After- und Rückenflosse sind orangefarben bis blutrot, am Ansatz bräunlich bis grau (TEROFAL 1984). Die Rotfeder wird oft mit dem Rotauge verwechselt. Sie gehören zwar zur selben Familie, sind aber nicht die selben Fische. Kapitale Exemplare von 5–6 Pfd. sind meist Hybriden, natürliche Kreuzungen mit Rotaugen, Brassen oder Alanden.

Ökologische Ansprüche

Die Rotfeder ist ein Schwarmfisch, der sich in stehenden (Seen, Teiche, Weiher) und langsam fließenden Gewässern aufhält. Hier besiedelt sie vorwiegend flache, weichgründige und pflanzenreiche Bereiche. Die adulten, d.h. die erwachsenen Rotfedern ernähren sich hauptsächlich von Algen und Wasserpflanzen (Laichkräuter, Tausendblatt, Wasserpest u. a.) und in geringerem Maße von Wirbellosen der Uferzone. Zur Laichzeit (April – Juli) suchen die Tiere schwarmweise flache, dicht bewachsene Uferstellen auf. Hier werden die klebrigen, ca. 1,5 mm großen, auffälligen rotgelben Eier (100.000 – 200.000/Weibchen) an Wasserpflanzen abgelegt. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven nach 3-10 Tagen. Da die Rotfedern oft mit anderen Cypriniden zusammen ablaichen, kommt es gelegentlich zur Bastardierung mit anderen Arten.

Vorkommen in Europa:

Die Rotfeder kommt in Europa vom Ural bis zu den Pyrenäen vor. Die nördliche Verbreitungsgrenze liegt in Finnland, die südliche am Tiber (Italien) und in Mazedonien.

Gefährdung und Schutz

Die Rotfeder zählt in Nordrhein-Westfalen zu den gefährdeten Arten.

Es sind zur Zeit keine Schutzmaßnahmen erforderlich.

Angeln auf Rotfedern

Rotfedern sind typische Sommerfische, die sich in der Nähe von Schilfgürteln oder Seerosenfeldern nach Anfüttern mit leichtem, wolkenbildenden Futter (Paniermehl, Kokosflocken, etc.) in Schwärmen fangen lassen. Dabei ist allerdings äußerste Vorsicht angebracht, denn der Schwarm ist schnell gewarnt und verschwindet blitzschnell in der Tiefe. Die Köderpalette reicht vom Schwimmbrot, Dosenmais über Maden bis zu Tau- oder Mistwürmern für kapitalere Exemplare. Rotfedern sind aufgrund ihres oberständigen Maules auf Oberflächennahrung spezialisiert und lassen sich von Mai bis September auch an sehr heißen Tagen gut fangen. Da Rotfedern gerne Anflugnahrung, wie z.B. ins Wasser gefallene Insekten nehmen, ist es möglich, sie mit der Fliegenrute zu befischen.

Quelle: Wikipedia.org

Fax Online    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Weißfisch | Keine Kommentare »

Aland (Allgemein)

Erstellt von dumduku am 5. Dezember 2007

Der Aland auch Orfe oder Nerfling (Leuciscus idus) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören etwa 1500 Arten.

Aland

Der 30 bis 50 Zentimeter lange Aland hat einen gestreckten und seitlich abgeflachten Körper sowie ein endständiges Maul. In seinem Habitus ähnelt er dem Döbel (Leuciscus cephalus), hat aber kleinere Schuppen und eine nach innen gebogene Afterflosse. Die Tiere sind auf dem Rücken grau-bläulich gefärbt, die Flanken sind silbern. Die Flossen haben einen rötlichen Schimmer. Daneben gibt es eine goldfarbene Zuchtform, die als Goldorfe bekannt ist und im Zoohandel erhältlich ist. Alande sind Schwarmfische in Flüssen der Brachsenregion und werden meist im Mittelwasser gefangen. Der deutsche Rekordfisch wurde im Jahr 2000 im Rhein auf Pistazien-Bolie gefangen und wog 8 Pfd.

Der Aland lebt in Flüssen und Seen in der Nähe der Ufer und meist oberflächennah. Als Jungfisch ernährt er sich von Zooplankton, später von Insektenlarven, Schnecken, Muscheln und kleineren Fischen. Die Fische wandern im Frühjahr (März bis Mai) in strömungsberuhigte Flussbereiche, um dort zu laichen. Dabei legen die Tiere bis zu 100.000 Eier. Danach wandern die meisten von ihnen wieder in ihr ursprüngliches Gewässer zurück. Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere mit fünf bis sechs Jahren. Alande erreichen im Durchschnitt eine Länge von 30-50 cm; dabei bringen sie zwischen 0,25 und 2 kg auf die Waage.Maximal sind Gewichte von 6 kg und 80 cm Länge bekannt.

Der Aland ist in fast ganz Mittel- und Osteuropa nördlich der Alpen und auf dem Balkan heimisch. Er ist nicht nur im Süßwasser, sondern auch im Brackwasser, beispielsweise in der Ostsee heimisch. Unter allen Weißfischen ist er am unempfindlichsten gegenüber Salzwasser.

Quelle: Wikipedia.org

Free PDF    Sende Artikel als PDF   

Abgelegt unter Weißfisch | Keine Kommentare »

 
Content Protected Using Blog Protector By: PcDrome.
Da ja nun der Aalmanagementplan "Flussgebietsgemeinschaft Elbe",sowie  der Deutsche Aalmanagementplan an sich, genehmigt wurde von der Europäischen Kommission, ist die Binnenfischereiverordnung in M-V so nicht mehr zwingend gültig. Zumindest schließt Backhaus das ursprüngliche Verbot für Aalfänge in der Elbe (M-V) aus. M-V setzte eine geforderte Richtlinie um, welche heute aber nicht mehr nötig ist und aus dem mangelnden Mitziehen anderer Elbe-Anlieger auch sinnlos erscheint. Wichtig ist für Angler folgende Aussage. Eine entsprechende Änderung der Binnenfischereiverordnung ist in Arbeit. Bis diese in Kraft tritt, wird der Vollzug des Aal-Fangverbots ausgesetzt, das heißt, Verstöße gegen das formal zunächst noch weiter bestehende Verbot werden nicht geahndet. Hier zum Artikel. http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Tier/Minister-Backhaus-kuendigt-Aufhebung-des-Aalfangverbots-in-der-Elbe-an_article1273648875.html