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Archiv für die 'Zander' Kategorie

Hier geht es um den Zielfisch “Zander”

Auf Zander mit Köderfisch

Erstellt von dumduku am 29. Juni 2008

Die wohl erfolgreichste Methode auf heikle Stachelritter ist das Angeln mit Köderfisch. Hier stelle ich mal drei Montagen vor die eigentlich immer guten Fisch bringen werden.

Grundmontage:

Für diese Montage passt man das Blei der Wurfweite und Strömung an. Für Stillgewässer reichen mitunter 5-10 Gramm aus, während es am Fluss auch schon mal 50 Gramm sein dürfen. Das wichtige daran ist, das der Räuber beim Biss kein Widerstand spürt, denn sonst lässt er seine beute sofort wieder los. Um das zu verhindern, muss die Schnur reibungslos durch das Blei laufen. Dies erreicht man durch einen „Running Boom“ ( Schnurgleiter ), in den man das Birnenblei einklinkt. Ist der Untergrund schlammig, kann es sinnvoll sein, ein so genanntes „Tiroler Hölzl“ zu verwenden.

  1. Vorfach ( ca. 80-120cm , weiches 7×7 Stahlvorfach – Flexonit )
  2. kleiner Wirbel
  3. Stopperperle
  4. Running Boom mit Birnenblei
  5. Hauptschnur ( 0,25er Monofil )

Posenmontage:

Die Tiefe des Schwimmers stellt man so ein, dass er leicht schräg steht. Dann weiß man dass das unterste Schrotblei auf Grund aufliegt. Bei einem Biss spürt der Zander so gut wie keinen Widerstand.

  1. Halber oder ganzer Köderfisch ( durch Lippe gehakt )
  2. Vorfach ( ca. 70 – 80cm , weiches 7×7 Stahlvorfach – Flexonit )
  3. kleiner Wirbel
  4. Bleischrote ( im Abstand von 15cm )
  5. Hauptschnur ( 0,25er Monofil )
  6. Pose ( 4-5 Gr. Tragkraft mit einer langen Antenne )

Flachwasser-Montage

Da die Zander im Frühjahr eher im Flachwasser räubern, sollte man den Köder direkt an der Schilfkante anbieten. Wichtig ist es hierbei zu beachten, die Pose möglichst vom Köder fernzuhalten um die Räuber nicht zu verschrecken. Den Köderfisch sollte man so präparieren das er auftreibt z.B. mit Styropor oder Holz.

  1. Schwebender Ködefisch
  2. Vorfach ( ca. 80cm, weiches 7×7 Stahlvorfach – Flexonit )
  3. Verbindung Schlaufe in Schlaufe
  4. Bleischrote aufliegend
  5. Hauptschnur ( 0,25er – 0,27er Monofil )
  6. Pose ( 3-5g Tragkraft )
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Kontaktanzeige: Zander vs. Gummifisch

Erstellt von dumduku am 16. Dezember 2007

Wer kennt sie nicht diese Aussagen: „Schon wieder ein Hänger, ich wird wahnsinnig“ oder „Ich hatte ´nen Biss und hab nix gemerkt“ ! Das sind typische Aussagen von Twisteranglern, die keine gute Kontaktanzeige haben. Das soll heißen, das Angelgerät stellt einen engen und sicheren Kontakt zum Köder her und zeigt dem Angler genau an, was der Köder gerade macht, wo und wie er sich bewegt. Also eine optimale Kontrolle über seinen Köder.

Für den Spinnangler bringt diese Kontaktanzeige gleich mehrere Vorteile:

  • Dadurch verbessert sich eindeutig die Köderführung.
  • Eine Gute Kontaktanzeige verrät mir auch kleinste und kürzeste Attacken. So finde ich die „bissigen Stellen“, auf die ich mich dann intensiver konzentrieren kann.
  • Guter Kontakt bedeutet auch Reaktionsschnelligkeit! Je besser man den Köder spürt, desto besser reagiert man auch. Ein Direkter Kontakt bedeutet auch schnellerer Anhieb.
  • Gute Köder erzeugen Druckwellen, die bei einer guten Kontaktanzeige bis in die Hand des Anglers übertragen werden.
  • Mit perfektem Kontakt zum Köder kann man sichere Aussagen über Wassertiefe und Bodenstrukturen treffen und mit viel Erfahrung erkennt man sogar von der Härte des Auftickens die Beschaffenheit des Bodens.

Die Sinkzeiten ändern sich oft nur minimal ( länger = tiefer, kürzer = flacher ), aber so findet man die Berge, Rinnen und Kanten ohne sie sehen zu können. Das sind ohne Zweifel fünf sehr gute Gründe, eine optimale Kontaktanzeige anzustreben.

Aber wie stellt man einen optimalen Kontakt zum Köder her ?
Entscheidend ist das Zusammenspiel aller einzelnen Teile seines Angelgerätes !

Da wären z.B.:

Rute:
Eine große Bedeutung hat natürlich die Rute selbst, diese sollte sehr leicht sein und ein kräftiges Rückgrat haben. Die Angelrute ist sozusagen der Kontaktfühler welche im schlimmsten Fall die ganze Kontaktanzeige zerstören könnte, sofern mit dem falschen Material geangelt wird. Biegt sich die Rute bereits durch den Köder in der Strömung oder durch die Beschleunigung, ist dies sehr schlecht für eine gute Kontaktanzeige. Sie sollte sich wirklich erst biegen wenn ein Fisch dran hängt. Eine gute Wahl wäre eine Rute von 2,70m, mit einem Wurfgewicht von 85 Gramm.

Rolle:
Die Rolle hat natürlich auch eine große Bedeutung, welche gerne unterschätzt wird. Für einen guten Kontakt sollte die Schnur stets straff sein und deswegen muss man zügig Schnur aufnehmen können, besonders bei starkem Wind und Strömung. Daher die Rolle sehr schnell sein mit einer Übersetzung 5:1, ob Stationär- oder Multirolle ist Geschmackssache.

Noch ein Wort zum Wind:
Bei starkem Wind wird man einen Schnurbogen nie ganz vermeiden können. Wichtig ist es dann, die Rute nicht gegen, sondern mit dem Wind zu halten, damit der Kontakt zum Köder so gut wie möglich erhalten bleibt.

Schnur:
Mit ungeeigneten Schnüren geht sehr viel Kontakt zum Köder verloren. Zwei Faktoren sind für die richtige Schnur von Bedeutung:

  • Die Dehnung: Je weniger Dehnung, desto besser der Kontakt. Deshalb sind unbedingt geflochtene Schnüre zu bevorzugen.
  • Die Schnurstärke: Man sollte sich nicht von den Durchmesser-Angaben verwirren lassen. Viele Schnüre sind im Querschnitt platt, das bedeutet die Durchmesser-Angaben werden bei platten Schnüren immer an der dünnsten Stelle gemessen. Beim Angeln macht sich aber immer die Breitseite negativ bemerkbar. Solche platten Schnüre sollten man niemals verwenden, die sind Gift für einen Kontakt.

Vorfach:
Das Vorfach sollte so dünn wie möglich sein, beim Twistern stören die dick ummantelten Stahlvorfächer ungemein. Ein gutes Stahlvorfach wäre z.B. von Sevenstrand ( 1×7 drähtiges ) !

Verbindungen:
An den Knotenpunkten sollten recht feine Wirbel benutzen, da sonst ein guter Kontakt zum Köder nicht gewährleistet ist und man sollte auch nur so viele Wirbel benutzten wie nötig. Jeder zusätzliche Wirbel verschlechtert die Kontaktanzeige gewaltig.

Bleikopf:
So leicht wie möglich und so schwer wie nötig, lautet die häufigste Regel. Das Ergebnis sind deutlich weniger Hänger und viel mehr Fisch !

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Schlechtes Wetter – aber nicht für Aal & Zander

Erstellt von dumduku am 13. Dezember 2007

Wenn Gewitterwolken aufziehen fangen die Fische an zu ziehen, besonders Aal und Zander geraten dann in Beißlaune.  Aber Vorsicht, Kohlefaserruten leiten sehr gut Elektrizität !

Wer kennt es nicht, stundenlang keine Bisse und dann wenn der Himmel sich verdunkelt, ist auf einmal die Hölle los. Die Ruten biegen sich, die Schnüre sind straff  und so mancher Anhieb geht in der Aufregung daneben. Aber das macht in so einem Moment nicht viel aus, da die nächsten Bisse manchmal nur Minuten auseinander liegen.

Leider ist das Angeln vor, während und nach einem Unwetter nicht jedermanns Sache, wer sich aber traut der erlebt unglaubliche Fänge.

Wieso ist das so:
Unwetter wirken auf Fische wie ein rotes Tuch auf einen Stier. Das gilt ganz besonders für zwei bestimmte Arten von Räubern: Aal und Zander.
Meines Erachtens hängt es damit zusammen, das die enormen Luftdruckschwankungen während eines Unwetters bei diesen beiden Fischarten besonders stark auf die Schwimmblase drücken.

Normalerweise halten sich Aal & Zander immer in der Nähe des Gewässerbodens auf, aber bei atmosphärischen Veränderungen  werden sie auf einmal sehr aktiv und bewegen sich nun bis ins Mittelwasser oder sogar auch an der Wasseroberfläche.

Vor allem zwischen April und Juni, wenn die Temperaturen noch nicht ihren Höhepunkt erreicht haben, sieht man gelegentlich Zander an der Oberfläche rauben. Sogar der Aal raubt an der Wasseroberfläche und zwar im Bereich der Uferzonen, wo sie im Frühjahr auf der Suche nach Laich sind und später die Brutfische jagen.

Die abendlichen Unwetter im April sind für den Aalfang die idealen Zeiten, da läuft der Aal und zwar an den Kanten im flachen Uferbereich. Um hier aber Erfolg zu haben, muss man schon mit der richtigen Technik zu Werke gehen.  Die klassische Aalmontage auf Grund wird hier nicht zum großen Erfolg führen, da muss schon eine Posenmontage im Mittelwasser schwebend oder sogar noch etwas höher angeboten werden. Wenn erlaubt sollte man mit zwei Ruten angeln, den Köder dann mit einer Rute Mittelwasser und die andere etwas höher anbieten.

Wenn man mit dem Kunstköder auf Zander unterwegs ist, wird man hier den Köder recht hoch präsentieren müssen.

An vielversprechendem Schlechtwetter wäre es auch ratsam auf Aal und Zander anzufüttern. Dazu vermischt man zerschnittene Würmer und Fischstückchen mit Lehm und formt daraus feste Futterbälle. Diese lösen sich dann durch die Strömung auf und legen eine schöne Köderspur, welche unwiderstehlich ist für diese beiden Räuber !

Um die Lockwirkung zu erhöhen, friert man die zurecht gemachten Wurm- und Fischstückchen vorher noch ein. Werden sie dann halb aufgetaut mit dem Lehm verarbeitet, setzen sie beim Auftauen im Wasser Säfte frei, denen die geruchsempfindlichen Räuber sicher zum Haken folgen.

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Zander-Ansitz mit totem Köderfisch

Erstellt von dumduku am 13. Dezember 2007

Viele Angler bevorzugen zwar Kunstköder um dem Zander nachzustellen, aber hier möchte ich mal etwas über die herkömmliche Art des Zander-Ansitzes mit dem totem Köderfisch schreiben.

An vielen Gewässern geht tagsüber so gut wie gar nichts, Zander jagen überwiegend in der Dämmerung und bei Nacht. Dann nehmen sie ihre Beute eher über den Geruch wahr als über die Augen und deshalb schlägt jetzt die Stunde des Köderfisches.

Elektronische Bissanzeiger sind für das Grundangeln auf Zander bei Nacht unentbehrlich, weil die Bisse oft zögerlich kommen und die Fische den Köder wieder fallen lassen, sobald sie den geringsten Widerstand spüren. Man sollte zusätzlich noch einen leichten Einhänge-Bissanzeiger, der unterhalb des geöffneten Rollenbügels in der Schnur hängt und sie strafft.

Köderfisch ist nicht gleich Köderfisch. Besonders bewährt haben sich folgenden Fischarten:

Rotaugen:
Die meistverwendeten Köderfische, sie fangen überall, ganz gleich ob am Stück, halbiert oder als Fetzen.

Barsch:
Ein hervorragender Köder für Zander, weil Barsche denselben Lebensraum haben. Man kann sie halbieren oder im Ganzen anbieten.

Makrelen- und Heringsfetzen:
In stark beangelten Gewässern mit beißfaulen Fischen locken sie durch ihren intensiven Geruch die Zander aus der Reserve.

Für das Vorfach eignet sich am besten geflochtene Schnur aus der Karpfenangelei sowie Kevlar in Verbindung mit einem oder zwei Drillingen. Die Zander saugen den Köderfisch, wenn sie „beim Abschmecken“ keinen Widerstand spüren, meist abrupt ein und flüchten. Man sollte daher, sobald die Schnur von der Rolle läuft, sofort anschlagen. Kleine Haken ( Größe 10 oder 12 ) fassen besser im knöchrigen Maul des Zanders als große.

Damit der Anhieb auch sitzt sollte man seine Laufbleimontage nach dem Grundprinzip des verstorbenen Aalangler „John Sidley“ modifizieren. Dabei hängt das Blei an einem Seitenarm aus Monoschnur, der über eine Schnurlaufperle frei auf der Hauptschnur gleitet . Der Seitenarm wird durch eine Gummiperle und einem Tönnchenwirbel gestoppt. Es folgt ein ca. 20 Zentimeter langes Zwischenstück ( in gleicher Stärke wie die Hauptschnur ), dann ein Karabinerwirbel, in den das Vorfach eingehängt wird. Der Clou an dieser Montage: Solange das Zwischenstück länger als der Seitenarm mit Blei ist, gibt es kaum Verwicklungen beim Wurf.
Der Seitenzweig besteht aus „Powergum“ statt aus monofiler Schnur. Dadurch überträgt sich der Anhieb besser, vor allem wenn der Zander seitlich abzieht und die Hauptschnur fast im rechten Winkel durch die Laufperle zieht.

Wenn Köderfische stark riechen, wird der Zander leichter auf die vermeintliche Beute aufmerksam. Es gibt viele gute Lockstoff-Aromen wie z.B. Herings-, Reiher, Krabben- und Aalöl.
Bei allen gilt: Weniger ist mehr, denn zuviel Lockstoff schreckt die Zander ab. Für Köderfische von 10 bis 15 cm reichen 2 bis 4 ml Lockstoff. Man injiziert die Aromen mit einer Einwegspritze in die Bauchhöhle des Köders. Damit der Lockstoff schneller ans Wasser abgegeben wird, empfehlt es sich, dem Köderfisch zusätzlich ein paar Einstiche mit der Ködernadel zu verpassen.

Da der amerikanische Flusskrebs sich schon sehr gut in unseren Gewässern verbreitet hat, sollte man sich daher nicht wundern, wenn man manchmal einen ausgenommenen Köderfisch einholt. Das ärgert einen zwar im ersten Moment, aber sollte man bedenken das die Krebse auch Fisch anziehen. Den Zander mag die leckeren Schalentiere und dort wo welche sind, ist auch der Zander.

laufbleimontage_b.JPG

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Zander

Erstellt von dumduku am 30. November 2007

Der Zander (Sander lucioperca, Syn.: Stizostedion lucioperca), auch Sander, Schill, Hechtbarsch oder Fogosch genannt, gehört zur Familie der Barsche (Percidae). Er ist unter den Barschartigen Europas die größte im Süßwasser lebende Art. Ursprünglich aus Osteuropa stammend hat er sich vor allem durch Besatzmaßnahmen in west- und mitteleuropäischen Gewässern verbreitet.

zander.jpg

Name:

Die Bezeichnungen Sander und Zander sind parallel seit dem 16. Jahrhundert im deutschen Sprachraum geläufig mit Bevorzugung von Sander bei lexikalischen Einträgen bis ins 20. Jahrhundert. Erst in den 1930er Jahren wurde die heute übliche Schreibweise mit Z einheitlich festgelegt. Der Name stammt vom mittelniederdeutschen sandat, das entsprechend dem osteuropäischem Ursprung des Fisches möglicherweise aus dem Slawischen entlehnt wurde (vgl. die älteren czandas in Westpreußen und obersorbisch sandak). In Österreich wird der Fisch Fogosch oder Fogasch (vom ungarischen fogas, worin das ung. Wort für “Zahn” steckt) oder, an der Donau unterhalb Wien, Schill genannt. Darüber hinaus sind weitere Regionalnamen bekannt: Amaul, Canat, Nachmaul, Sandar, Sandart, Sandbarsch, Sandel, Saumert, Schiel, Schindel, Süllö (im Plattensee), Zannat und Zant.

Beschreibung:

Der Zander hat einen langgestreckten, spindelförmigen Körper. Die Rückenflosse ist, wie für Barschartige typisch, unterteilt in einen vorderen Teil mit Stachelstrahlen und einen völlig abgesetzten hinteren Teil mit Gliederstrahlen. Der Kopf ist zugespitzt, das Maul tief gespalten. Darin stehen ungleichmäßig die langen, spitzen Fangzähne neben kleinen Bürstenzähnen. Der vordere Rand des Kiemendeckels ist gezähnt. Der Körper trägt kleine Schuppen. Er ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, auf den Kopfseiten braun marmoriert und
auf den Flossen schwärzlich gefleckt.

Der Zander lebt als Raubfisch in langsam fließenden Flüssen, Seen und Haffen Europas. Er findet sich bei uns im Elbe-, Oder- und Donaugebiet und inzwischen durch Besatz auch im Rhein-, Mosel- und Wesergebiet. Er lebt in tieferen Wassern und wächst sehr schnell. Die mittlere Länge beträgt 40 – 50 Zentimeter. In seltenen Fällen wird er bis 1,20 m lang und erreicht dabei ein Gewicht von bis zu 19 kg. Er kann 10 bis 20 Jahre alt werden.

Der Zander laicht im Frühjahr (meist April bis Juni) bei 12°C – 15°C Wassertemperatur an hartgründigen 1-3 m tiefen Uferstellen, wo er sich flache Laichgruben baut. Die 150 000 bis 200 000 Eier je kg Körpergewicht werden einzeln abgelegt und haften mit ihren klebrigen Hüllen an Steinen und Pflanzenteilen. Das Männchen bleibt am Nest und schützt das Gelege vor Verschlammung und vor Laichräubern. Die Entwicklung bis zum Schlupf der 5-6 mm langen Larven dauert etwa eine Woche. Sie ernähren sich nach Aufzehren des Dottersacks zuerst von Zooplankton, greifen aber bereits nach wenigen Monaten die Brut anderer
Fischarten an. Bereits im Herbst sind sie 6-10 cm lang. Die Männchen werden nach 2-4 Jahren, die Weibchen nach 3-5 Jahren bei Längen von 35
bis 45cm geschlechtsreif.

Der Zander erhält gegenüber dem Hecht zunehmende Bedeutung als Raubfisch, besonders weil er auch in den vom Menschen gestalteten mitteleuropäischen Flusssystemen ablaichen kann, während der Hecht meist keine geeigneten Laichplätze (Überschwemmungsbereiche, Unterwasserpflanzen, Schilfkanten) mehr findet. Auch hat der Zander wegen seiner ausgeprägten Sehfähigkeit in trüben Gewässern und in relativer Dunkelheit hier einen Vorteil.

Durch seine Vorliebe für kleine Fische (bedingt durch das relativ kleine Maul) kann er Kleinfischarten gefährlich werden, weshalb Besatzmaßnahmen aus der Sicht des Naturschutzes kritisch zu betrachten sind.[1]

Er ist ein wichtiger und wertvoller Speisefisch mit besonders festem, weißem Fleisch (grätenfreie Filets).

Fangmethoden:

Der Zander gilt als scheuer, vorsichtiger Fisch, der nicht leicht zu überlisten ist. Besonders große Exemplare über 90 cm Länge und 7 kg Gewicht werden extrem selten gefangen. Der größte, offiziell gemessen und gewogene und in Deutschland mit der Angel gefangene Zander war 106 cm lang und 30 Pfund schwer und stammte aus der Donau. Als Köder kommen vor allem kleine Rotaugen, Rotfedern und Barsche in Frage. Weitere gute Köderfische sind Ukelei, Gründling und Kaulbarsch. Prinzipiell ist darauf zu achten, dass die Köderfische schlank sind. Hochrückige wie z.B. Brassen werden oft verschmäht. Alternativ kann man auch Fischfetzen oder Fischhälften verwenden. Als Kunstköder eignen sich Gummifische (Shads), Blinker, Wobbler und Twister. Auch Fliegenfischen mit Sinkschnur und Streamern kann erfolgreich sein. Alle Köder sollten zwischen 8 cm und 20 cm groß sein. Besonders in der Nacht fangen schwarze Köder sehr gut, da sie zum
Umfeld farblich den stärksten Kontrast bilden- In Ausnahmefällen werden auch Zander auf Würmer und Maden gefangen.

Besonders erfolgversprechend sind Stellen, an denen sich viele kleine Fische aufhalten. In Seen sind dies die Scharkanten und Unterwasserberge. In Kanälen und flacheren Teichen sollte man den Zander am Ufer vor Schilf und Seerosenfeldern suchen.

Fangzeiten sind an frostfreien Tagen vor allem die Abend- und Nachtstunden und bei Frost die Mittagszeit. Die fängigsten Monate sind Mai/Juni nach der Laichzeit und September bis Dezember. Besonders die großen Exemplare werden in der kalten Jahreszeit gefangen. Die Fangmonate können variieren und sind vom Gewässer abhängig. Besonders bei Hochwasser finden sich die Zander an den ruhigen Stellen im Fluss ein, wo sich dann gezieltes Angeln auf sie lohnt.

Quelle: Wikipedia.org

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Tja da nimmt das Dilemma seinen Lauf. In der Tat bedauerlich dass die Vögel in den Gewässerüberspannungen verendet sind. Bedauerlich aber auch, das Angelvereine und andere so ihre Fischbestände ( Aufzuchten ) schützen müssen vor dem Kormoran. Da hilft auch kein lamentieren des Naturschutzbundes. Wenn nicht bald etwas in Richtung Kormoran passiert wird das die sich häufende Realität werden. Unter den Augen der Veterinärbehörde des Landkreises Goslar überspannten am Samstag Mitglieder des Angelsportvereins (ASV) Braunschweig die Fischaufzuchtteiche am Krähenholz mit Netzen. Grund waren Kormorane und Schwäne, die sich darin verfangen und erdrosselt hatten. Das hatte Mitglieder des Naturschutzbundes auf den Plan gerufen, die von „Vogeldrama“ und „Skandal“ sprachen. Unterdessen bedauert der ASV, dass Vögel zu Tode kamen, informiert in einem Schreiben aber auch, weshalb es zwingend notwendig sei, die Aufzuchtanlage vor Kormoranen zu schützen. Zum einen entstehe ein wirtschaftlicher Schaden, so ASV-Vorsitzender Dr. Detlev Wulff. Aber noch wichtiger sei ein anderer Aspekt: Der ASV Braunschweig habe im Laufe der letzten 25 Jahre erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Wiedereinbürgerung von Fischen wie Lachs und Meerforelle, sowie die Verbesserung des Bestandes an Wanderfischen insgesamt zu unterstützen. Hier zum Artikel. http://www.goslarsche.de/Home/harz/vienenburg_arid,108973.html