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Angeln auf Rapfen am Wehr

Erstellt von dumduku am Sonntag 27. Januar 2008

In Deutschland befischt man Rapfen fast nur an der Oberfläche. Wieso versucht man es nicht auch mal unterhalb an Wehren, den dort stehen die Fische nämlich eine Etage tiefer.

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Wehre ziehen nicht nur Angler, sondern auch Fische an. Was aber lockt die Fische an solche Plätze? Zuerst das sauerstoffreiche Wasser,dann die durch die Strömung ausgespülte, abwechslungsreiche Grundstruktur. Außerdem finden die Fische unter der Wasserwalze des Wehrs, wo sich Luft und Wasser vermischen, beste Deckung.

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Gerade Rapfen verraten sich an Wehren oft durch Rauben an der Oberfläche, besser fangen lassen sie sich aber im Tiefen. Im Unterwasser sind Rapfen es gewöhnt, schnell zu reagieren, denn wenn sie den Beutefisch nicht im Bruchteil einer Sekunde packen, treibt er schon im nächsten Moment stromab.

Rapfen in der Tiefe
Wer glaubt, dass es im Oberwasser mehr Rapfen gibt als darunter, täuscht sich. Gerade im Unterwasser halten sich die Fische auf und sind dort aktiv. Allerdings ziehen die imposanten Bugwellen räuberischer Rapfen an der Oberfläche eher unser Augenmerk auf sich.
Manchmal bedeckt unterhalb von Wehren eine mehrere hundert Meter lange Schaumfahne den Fluss. Und den Schaum könnten man sich sich zunutze machen, um näher an die Rapfen heranzukommen, denn durch den Schaumteppich sieht der sonst so scheue Rapfen den Angler nicht, selbst wenn der nur 15 Meter von ihm entfernt ist.

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Am besten befischt man Wehrschuss-Rapfen mit dem Wobbler. Man stellt sich wenn möglich auf das Wehr und wirft soweit wie möglich flussabwärts oder im Winkel zur Strömung. Man lässt dann den Wobbler bei offenem Rollenbügel treiben, indem man die Schnur mit den Fingern der linken Hand kontrolliert abbremst. Sofort nach dem Wurf sollte man sicher sein, dass sich die Drillinge nicht in der Schnur verwickelt haben. Wenn die Spitze der Rute die Schwingungen des Wobblerlaufes in der Strömung überträgt, ist alles in Ordnung.

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Man sollte eine Rolle benutzen die mindestens 150m Schnur fassen kann, den oft muss man den Wobbler weit abtreiben lassen. Viele Bisse kommen aber nicht weit vom Wehr, besonders Stellen, wo sich Rückströmungen bilden. Als Schnur sollte man feine benutzen, wie z.B. die Fireline mit einer Tragkraft von ca. 6 lb.

Sanfte Bisse sind die Tagesordnung
Manchmal sind die Bisse auf den abtreibenden Wobbler völlig untypisch für Rapfen. Anstatt eines kräftigen Bisses bemerkt man häufig nur, dass der Wobbler schneller zu driften scheint, als es die Strömung vorgibt. Dann gilt es: Schnur stoppen und Kontakt aufnehmen. Oft spürt man dann schon am dumpfen Schlag des Fisches, dass der Rapfen am haken hängt.

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Beim Einholen taumelt der schwimmende Wobbler in die Tiefe, dann gilt es die Einholgeschwindigkeit unbedingt niedrig zu halten. Daumenregel: Einen Wurf auszufischen, vom Auftreffen des Köders aufs Wasser bis zum erneuten Wurf sollte bis zu fünf Minuten dauern !

Bei der Angelei mit dem abtreibenden Wobbler hakt sich der Rapfen meistens selbst. Ein Anhieb ist in den meisten Fällen nicht nötig. Allerdings sollte die Rollenbremse entsprechend fein eingestellt sein, denn es kommt vor, dass sich Rapfen gleich nach dem Biss in die Tiefe bohren. Ist die bremse zu hart eingestellt, kann man sich schon in der Anfangsphase des Drills vom Rapfen samt Wobbler verabschieden.

Der richtige Wobbler bringt viel Fisch
Die besten Wobbler zum Treibangeln auf Rapfen weisen drei Eigenschaften auf:

  • sie schwimmen und tauchen nicht tief ab
  • sie sind acht bis neun Zentimeter lang
  • nicht schwerer als zehn Gramm

Außerdem müssen sie stabil in der Strömung stehen. Leider arbeiten die meisten Wobbler nur im Stillwasser, treiben aber im Strom ab. Wobbler die sich an Wehren bewährt haben wären der „Shad Rap von Rapala“ und der „Effzett Hunter Shad von DAM“. Das heißt aber nicht, das andere Wobbler nicht genau so erfolgreich sein können.

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Die Strömungen sind von Wehr zu Wehr sehr unterschiedlich. Zwischen der schnellen Strömung des Wehrschusses gibt es auch fast strömungsfreie Zonen. Weiter flussab bilden sich in Ufernähe oft Kehr- und Rückströmungen. Obwohl Rapfen zu den Fischen gehören, die auch in stärkster Strömung zu finden sind, lauern sie aber eher an den Strömungskanten auf ihre Beute.

Also los, Spinnangel eingepackt, ab an den Wehr und Rapfen jagen !

dumduku

Hallo Angelfreunde, falls euch dieser Beitrag gefallen hat oder ihr noch etwas hinzuzufügen möchtet schreibt einfach ein Kommentar. Wir würden uns sehr darüber freuen ! lg dumduku

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