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Das knallrote Rapfenblei

Erstellt von dumduku am Donnerstag 1. Mai 2008

Es gibt Köder und Angelmethoden, die durch ihren einfachen Aufbau und ihre Fängigkeit zugleich nicht mehr zu überbieten sind. Meistens entstanden sie dort, wo die entsprechende Fischart besonders häufig vorkommt und sich die Fischer optimale Fangmöglichkeiten ausdachten. Es dauert dann immer eine gewisse Zeit bis Gastangler diese Fangmethoden entdecken, in den heimischen Gewässern ausprobieren, ebenfalls ausgezeichnet fangen und somit voll überzeugt sind.

Ebenso ist es mit dem Rapfenblei. Es stammt eigentlich aus Ungarn, wo man Rapfen von über 5 Kg fängt, die Rekordlänge liegen weit höher als bei uns in den deutschen Gewässern. Und dies alles nur mit einem farbigen Stück Blei, das sogar noch optimale Wurfeigenschaften besitzt, denn nichts kann sich verhängen, punktgenau kann man damit das Ziel anwerfen und dir größten Wurfweiten erreichen. Ein „Spinnköder“, der äußerst billig und zugleich besonders fängig ist.

In Süddeutschland wird der Rapfen auch Schied genannt und so mancher kann mit dem Rapfenblei dort nichts anfangen, aber dem Schied ist das egal, er beißt auf dieses bunte Blei. Ideale Gewässer mit guten Erfolgen wären Flüsse und Seen, da sind Fische von 3 Kg keine Ausnahme.

Eine gute Ausrüstung für das Rapfenblei-Angeln wäre eine mittlere bis lange Spinnrute, das Wurfgewicht sollte dem Gewicht des Rapfenbleies entsprechen, also um die 20g. Als Rolle empfiehlt sich eine mit hoher Übersetzung (4:1), damit man den Köder schnell führen kann. Die Schnurstärke sollte um die 0,25mm liegen, da der Rapfen bekanntlich sehr scheu ist. Ein Stahlvorfach ist nicht nötig, da diese Fischart keine Zähne im Maul hat, sondern nur Schlundzähne.

Der Köder ist natürlich ein etwa 30mm langes Rapfenblei, das in Größe, Gewicht und Form unterschiedlich sein kann, aber immer knallrot sein sollte. Bei dieser Technike ist es wichtig, schnell einzuholen. Man täuscht damit nicht den kranken oder schwachen Fisch vor, sondern einen, der flüchtet und darauf reagiert der schnelle Räuber Rapfen. Wer ihn je bei seinen Raubzügen beobachtet hat, weiß, wie er immer wieder in den Schwarm schießt und die flüchtenden Kleinfische raubt. Diesen Effekt erreicht man mit dem Rapfenblei, denn nach dem Bleikörper bildet sich eine durch wirbelnde längliche Luftblase, die durch ihren silbrigen Glanz, ein Fischchen vortäuscht.

Im See zieht der Rapfen dort umher, wo sich Kleinfische aufhalten und besonders günstig sind die Fangaussichten, wenn er raubt. Hier wirft man immer wieder die Stelle an und zieht das Rapfenblei durch die flüchtenden Kleinfische.

Im Fluss muss man ihn eher hinter dem Wehr aufsuchen sowie in der oberen Wasserschicht. Der Biss erfolgt in der Regel schnell und hart, selten gibt es Fehlbisse, denn der Drilling liegt frei. Obwohl größere Rapfen Einzelgänger sind, rauben sie gelegentlich gemeinsam in den Kleinfischschwärmen und veranstalten die reinste Treibjagd. Für alle Situationen ist man mit dem Rapfenblei bestens ausgerüstet, denn mit keinem Blinker oder Köderfisch auf System kann man so weit werfen, so schnell den Köder führen und muss nichts erneuern.

dumduku

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2 Kommentare zu “Das knallrote Rapfenblei”

  1. oleole sagt:

    Raofen angel bringt einfach nur S P A S S

  2. peter sagt:

    Schöner Beitrag .
    Rapfenangeln macht süchtig.

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Jäger, Landwirte, Angler, Vogelkundler, Mitglieder der Ratsfraktionen, Feuerwehrleute der Löschgruppe Steinbründorf, Mitarbeiter der Biologischen Station Ravensberg und andere Naturschützer kümmern sich um " Schnepfenstrich ". Das nenne ich gemeinsames Einstehen für den Naturschutz. Überaus erstaunlich wie verschiedene Interessengruppen zusammenarbeiten, verschiedene Ziele, Bereiche im Naturschutz gemeinsam angehen. Nicht nur dann wenn es um die Verwirklichung eigener Interessen, Vorlieben geht. Sondern der Blickwinkel für alle Problematiken in Punkto Naturschutz vorhanden ist. Komisch wird doch häufig auch von Anglern oder anderen Interessengruppen angemerkt wie negativ die eine „ Naturschutzgruppe „ der anderen  gegenüber eingestellt ist. Aber so sprechen auch nur diejenigen welche auf regionaler Ebene selbst wenig oder nichts mit Naturschutz zu tun haben oder sich nur das Wort „ Naturschutz „ auf die Jacke schreiben weil es modern ist. Oder der Punkt Naturschutz begrenzt sich auf den Schutz seiner bevorzugten Ausrichtung. Gleichzeitig wird aber jede Kritik von anderer Seite abgetan, als Kriegserklärung gesehen, besonders dann wenn auf berechtigte Probleme hingewiesen wird. Leider in der Anglerschaft weit verbreitet, wie in vielen Foren zu sehen aber auch auf Seiten anderer Organisationen welche in Anglern nur ein Übel sehen. Unterm Strich ist es immer das Gleiche. Angebliche negative Erfahrungen, Feindesbilder oder markige Aussprüche äußern oftmals jene die überhaupt nichts im realen Leben mit dem Naturschutz, über-, unter-, neben dem Gewässer zu tun haben und hatten , gleich gar nicht wenn es Ziele sind die alle Interessengruppen nur gemeinsam angehen können. Lächerlich wird es dann, wenn öffentliche Web-Seiten genau diese spalterei dulden, Aussagen die dazu beitragen negieren, aber plötzlich weil es „ Schick „ ist, eine Plattform zur Annäherung bieten wollen. Naja wie heißt es immer: Schuster bleib bei deinem Leisten! Dieses Beispiel zeigt jedenfalls das verschiedene Interessengruppen die ein ernsthaftes Interesse haben, gut zusammen arbeiten können und auch umsetzen. Hut ab davor. »Wir kümmern uns hier um den Schnepfenstrich«, sagt Dr. Eckhard Neddermann und grienst. Die 50 Naturschützer, die am Samstag bei eisiger Kälte auf dem Feld an der Lemgoer Straße arbeiten, haben indes nicht Unanständiges im Sinn. Zum zehnten Mal hatte das »Vlothoer Forum Natur« zu einem Aktionstag eingeladen, um heimische Biotope zu pflegen. Jäger, Landwirte, Angler, Vogelkundler, Mitglieder der Ratsfraktionen, Feuerwehrleute der Löschgruppe Steinbründorf, Mitarbeiter der Biologischen Station Ravensberg und andere Naturschützer hatten sich um neun Uhr auf dem Hof Schmitz eingefunden. Der Interessengemeinschaft Forum Natur gehören die heimischen Jäger, Landwirte, Vogelkundler, Angler und Naturschützer an. Seit Jahren führen die Forum-Mitglieder mindestens einmal jährlich eine umfangreiche Aktion zugunsten von Natur- und Umwelt durch. Hier zu zwei Artikeln. http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/regional/herford.php?id=35424&artikel=1 http://www.vlothoer-anzeiger.de/lokales/vlotho/3375025_Forum_Natur_auf_dem_Schnepfenstrich.html