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Zander-Ansitz mit totem Köderfisch

Erstellt von dumduku am Donnerstag 13. Dezember 2007

Viele Angler bevorzugen zwar Kunstköder um dem Zander nachzustellen, aber hier möchte ich mal etwas über die herkömmliche Art des Zander-Ansitzes mit dem totem Köderfisch schreiben.

An vielen Gewässern geht tagsüber so gut wie gar nichts, Zander jagen überwiegend in der Dämmerung und bei Nacht. Dann nehmen sie ihre Beute eher über den Geruch wahr als über die Augen und deshalb schlägt jetzt die Stunde des Köderfisches.

Elektronische Bissanzeiger sind für das Grundangeln auf Zander bei Nacht unentbehrlich, weil die Bisse oft zögerlich kommen und die Fische den Köder wieder fallen lassen, sobald sie den geringsten Widerstand spüren. Man sollte zusätzlich noch einen leichten Einhänge-Bissanzeiger, der unterhalb des geöffneten Rollenbügels in der Schnur hängt und sie strafft.

Köderfisch ist nicht gleich Köderfisch. Besonders bewährt haben sich folgenden Fischarten:

Rotaugen:
Die meistverwendeten Köderfische, sie fangen überall, ganz gleich ob am Stück, halbiert oder als Fetzen.

Barsch:
Ein hervorragender Köder für Zander, weil Barsche denselben Lebensraum haben. Man kann sie halbieren oder im Ganzen anbieten.

Makrelen- und Heringsfetzen:
In stark beangelten Gewässern mit beißfaulen Fischen locken sie durch ihren intensiven Geruch die Zander aus der Reserve.

Für das Vorfach eignet sich am besten geflochtene Schnur aus der Karpfenangelei sowie Kevlar in Verbindung mit einem oder zwei Drillingen. Die Zander saugen den Köderfisch, wenn sie „beim Abschmecken“ keinen Widerstand spüren, meist abrupt ein und flüchten. Man sollte daher, sobald die Schnur von der Rolle läuft, sofort anschlagen. Kleine Haken ( Größe 10 oder 12 ) fassen besser im knöchrigen Maul des Zanders als große.

Damit der Anhieb auch sitzt sollte man seine Laufbleimontage nach dem Grundprinzip des verstorbenen Aalangler „John Sidley“ modifizieren. Dabei hängt das Blei an einem Seitenarm aus Monoschnur, der über eine Schnurlaufperle frei auf der Hauptschnur gleitet . Der Seitenarm wird durch eine Gummiperle und einem Tönnchenwirbel gestoppt. Es folgt ein ca. 20 Zentimeter langes Zwischenstück ( in gleicher Stärke wie die Hauptschnur ), dann ein Karabinerwirbel, in den das Vorfach eingehängt wird. Der Clou an dieser Montage: Solange das Zwischenstück länger als der Seitenarm mit Blei ist, gibt es kaum Verwicklungen beim Wurf.
Der Seitenzweig besteht aus „Powergum“ statt aus monofiler Schnur. Dadurch überträgt sich der Anhieb besser, vor allem wenn der Zander seitlich abzieht und die Hauptschnur fast im rechten Winkel durch die Laufperle zieht.

Wenn Köderfische stark riechen, wird der Zander leichter auf die vermeintliche Beute aufmerksam. Es gibt viele gute Lockstoff-Aromen wie z.B. Herings-, Reiher, Krabben- und Aalöl.
Bei allen gilt: Weniger ist mehr, denn zuviel Lockstoff schreckt die Zander ab. Für Köderfische von 10 bis 15 cm reichen 2 bis 4 ml Lockstoff. Man injiziert die Aromen mit einer Einwegspritze in die Bauchhöhle des Köders. Damit der Lockstoff schneller ans Wasser abgegeben wird, empfehlt es sich, dem Köderfisch zusätzlich ein paar Einstiche mit der Ködernadel zu verpassen.

Da der amerikanische Flusskrebs sich schon sehr gut in unseren Gewässern verbreitet hat, sollte man sich daher nicht wundern, wenn man manchmal einen ausgenommenen Köderfisch einholt. Das ärgert einen zwar im ersten Moment, aber sollte man bedenken das die Krebse auch Fisch anziehen. Den Zander mag die leckeren Schalentiere und dort wo welche sind, ist auch der Zander.

laufbleimontage_b.JPG

dumduku

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4 Kommentare zu “Zander-Ansitz mit totem Köderfisch”

  1. David Sulzbacher sagt:

    Hallo dumduku ich hätte eine Frage zum Zanderlokstoff. Kann man sich Lockstoff auch selber machen? Lg David S.

  2. dumduku sagt:

    Wäre mir zu aufwendig, die gibt es schon so günstig das sich das nicht wirklich lohnt.

  3. David Sulzbacher sagt:

    Hallo dumduko

    Ich komme im Moment nicht in ein Angelgeschäft und möchte wegen der Versandkosten nichts im Internet bestellen. Köntest du mir bitte ein paa Ideeen senden . Lg David.S

  4. Lars sagt:

    Welcher Lockstoff hat sich bei euch am besten bewehrt ? Habe nicht viel Erfahrung mit Lockstöffen …

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So sehr ich die Zugänglichkeit von Gewässern für Angler und Naturfreunde begrüße,hege ich doch auch Zweifel ob es ratsam ist alles nur dem Gedanken,der Einnahme finanzieller Mittel unzuordnen. Sicher ist M-V auf den Tourismus angewiesen,sichert Er doch wertvolle Arbeitsplätze. Aber deshalb das Ziel " Anglerparadies Deutschland " auszurufen,damit einen immer höheren Druck auf Fischbestände in Kauf zu nehmen,Naturparke auch noch dafür weiter zu öffnen,befremdet mich schon. In der Vergangenheit gibt es leider genügend Beispiele,das man es auch überziehen kann,Schäden an den Fischbeständen auftraten. Natürlich fließen auch finanzielle Mittel auch in wichtige Projekte,wie z.B. für die Meerforelle. Bleibt zu hoffen das nicht ein immer höherer Betrag für Besatz von Fischarten verwendet werden muss um die beangelten Fischbestände zu stützen. Zum anderen würden mich die Richlinien interessieren bei der Auswahl von Angel-Guides. Und zum alljährlichen Trolling auf Lachs reisten im Frühjahr inzwischen sogar Amerikaner und Kanadier nach Rügen an. Das vor acht Jahren in Greifswald gegründete Angel-Guide-Team hat sich inzwischen zum deutschen Marktführer entwickelt und gilt mit jährlich fast 3000 Gästen laut Fachzeitschriften als Europas Nummer drei der Top-Anbieter für geführte Angeltouren. Landesweit, so schätzen Experten, bieten inzwischen fast 100 Angelführer den anreisenden Gästen ihre Dienste an. Der Ansturm der Angler auf das gewässerreichste Land, das Anglerland Nummer eins werden wolle, habe zur Bildung einer neuen Branche im Segment Angeltourismus geführt, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Fischereiminister Till Backhaus (SPD), der selbst gern mal zur Angelrute greift. Nun will das Land ausgewählten Angel-Guides sogar den Zugang zu bestimmten Gewässern und Randgebieten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft öffnen. Derzeit werden die Anträge von sechs Unternehmen aus Schaprode, Stralsund, Greifswald, Barhöft und Dranske geprüft, um naturverträgliche Angeltörns zu den geschützten Revieren anbieten zu können. Es gehe nicht um die Stärkung des gewerblichen Angelns, sondern darum, Menschen nachhaltige Naturerlebnisse zu ermöglichen, stellt Backhaus klar. In Abstimmung mit den Naturschutzverbänden, dem Nationalparkamt und dem Landesamt für Fischerei sollen die Sondergenehmigungen erteilt werden. Hier zum Artikel. http://www.ad-hoc-news.de/nationalparke-mecklenburg-vorpommern-will-deutschlands--/de/Regional/Nord/20760207